Wenn man jeden Tag mit der Bahn zur Arbeit fährt, insbesondere, wenn man im medizinischen Bereich arbeitet, ist man auf zuverlässige Verbindungen angewiesen. Aber das wäre ein eigenes Thema, denn hier kann die Bahn nach meiner langjährigen Erfahrung keine Punkte erhalten. Verspätete und/oder ausgefalle Züge gehören zum Alltag und finden beinahe täglich statt.
Wenn man aber neben allem Ärger, der mit der täglichen Zugverbindung von und zur Arbeit zusammenhängt (Taxibenutzung auf eigene Kosten usw. - aber die Bahn juckt das nicht) auch noch Ärger mit der Benutzung der Fahrtkartenautomaten hat, dann ist ein Maß an Unzuverlässigkeit erreicht, das man öffentlich machen soll, damit die Vorstände der Bahn endlich aus ihren Träumen geweckt werden und die Realität ihres absolut ungenügenden Services zu Kenntnis nehmen.
So in diesem Fall. Eine Monatskarte wird am Fahrkartenautomat am Trierer Hauptbahnhof gekauft, das Geld in den Automat geschoben, ein 50Euro und ein 20Euro-Schein. Die Monatsfahrkarte für den Nahverkehr kostet ca. 70 Euro. Während der Fünziger noch angenommen wird, blockiert der Automat beim Zwangziger. Der Vorgang kann nicht zuende geführt werden. Der Zwanziger schaut noch an einem winzigen Zipfel aus dem Automaten heraus. Nichts geht mehr. Ein herbeigerufe Mitarbeiterin der Bahn kann den Zwanziger mit einem zangenähnlichen Instrument noch herausziehen, aber der Vorgang ist bereits nicht mehr weiterführbar.
Jetzt steht der Kunde erst mal dumm da. Sein Geld ist weg. Eine Fahrkarte hat er natürlich auch nicht. Er kann jetzt nach Hause fahren, neues Bargeld holen und es wieder mit dem Automaten oder einem anderen versuchen. Natürlich kann das gleiche nochmals passieren, wer weiß das schon? Er kann auch einen schriftlichen Antrag auf Überprüfung stellen, der wochenlang bearbeitet wird. Und vielleicht erhält er schlußendlich sein Geld zurück? Oder er kann eine eigens von der Bahn für Fahrkartenautomatenstörungen eingerichtete Hotline anrufen. Diese Hotline, man überlege sich das einmal, ist kostenpflichtig. Also die Bahn lässt sich für Störungen ihrer eigenen Automaten auch noch bezahlen, indem man deren Störungen kostenpflichtig an die Hotline übermitteln kann. Das ist steinzeitmässig, Servicenote 6. Hier haben die Verantwortlichen bei der Bahn immer noch nicht verstanden was Service bedeutet, für ein Unternehen wie die Bahn beschämend. Die Unzufriedenheit vieler Bahnkunden scheint die Bahn auch nicht besonders zu interessieren, wie ein Blick ins Internet zeigt.
Die richtige Vorgehensweise ist denkbar einfach und unbürokratisch. Der Kunde erhält manuell seine Fahrkarte. Da sein Geld im Automat steckt, muss dafür nicht noch mal in die eigene Tasche greifen. Die Bahn überprüft den Automaten und rechnet nach Überprüfung den Vorgang buchungstechnisch mit dem Kunden ab. Fortschrittliche Unternehmen schenken in so einem Fall dem Kunden wegen dessen Ärger schon mal eine Fahrkarte oder geben einen Gutschein aus.
In Anlehnung an den einstigen Werbespruch: "Die Bahn fährt immer!"
jetzt die neue Losung "Die Bahn lernt nimmer!"
Ich habe fertig!














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