Vor kurzem erst berichtete der TV über
gewaltige Investitionen in die Infrastruktur der Air Base Spangdahlem:
Hunderte Millionen Dollar in wenigen Jahren. Nun provozieren Sparpläne
des Verteidigungsministeriums die Frage: Wie geht es weiter? Eine
Frage, auf die es zurzeit noch keine Antwort gibt.
Widersprüchlicher könnten die Neuigkeiten von der Air Base Spangdahlem gar nicht sein.
Auf der einen Seite wird investiert, als befände die Welt sich nicht in
der Krise, sondern mitten im Wirtschaftswunder: Allein im Jahr 2008
wurden mehr als 150 Millionen Dollar (114,2 Millionen Euro) in neue
Gebäude investiert (der TV berichtete). Und auch in den kommenden
Jahren soll auf dem Luftwaffenstützpunkt für mehr als 76 Millionen Euro
gebaut werden: Kindergarten, Einkaufszentrum, Fitness-Center…. Ein Teil
der Mittel ist bereits bewilligt.
Auf der anderen Seite steht, wie gestern bekannt wurde, ein rigider
Sparplan des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums. Ein Sparplan,
der aller Voraussicht nach auch die zurzeit noch so florierende Air
Base Spangdahlem treffen wird: 18, also rund ein Drittel der dort
stationierten Kampfjets, sollen ausgemustert werden. Insgesamt will die
Air Force im Rahmen einer groß angelegten Umstrukturierung 250 ihrer
Flugzeuge loswerden, um so in den kommenden fünf Jahren 3,5 Milliarden
Dollar einsparen zu können.
Zweifellos werden damit auch Personalverschiebungen einhergehen. Wie
die jedoch genau aussehen könnten, ist noch nicht bekannt. Die
Pressestelle der Air Base konnte hierzu am Freitagabend noch keine
Auskünfte geben.
Auch wenn die Existenz eines Flughafens naturgemäß an den dort
startenden und landenden Flugzeugen hängt, scheint festzustehen, dass
die Sparpläne die Existenz des Luftwaffenstützpunktes nicht generell
infrage stellen. Insgesamt sind in Spangdahlem 60 Kampfjets
stationiert: 42 F-16 und 18 A-10-Flugzeuge. Derzeit arbeiten rund 5200
Militärangehörige und 2000 Zivilangestellte auf der Air Base.
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