
Antenne West - Sven Herzog kommt nicht aus den Schlagzeilen. In letzter Zeit häufen sich Berichte, wonach Antenne West ernstlich in Schwierigkeiten steckt. So berichtet das Trierer Nachrichten-Magazin 16VOR in der Ausgabe vom 25.9.2009 unter der Überschrift "Wir sehen das mit grosser Sorge" folgendes:
"Ehemalige Mitarbeiter und Auszubildende von Antenne West
sollen seit Wochen auf ihr Gehalt warten, obwohl Geschäftsführer Sven
Herzog gegenüber den Medien stets betont, dass sein Unternehmen nicht
in finanziellen Schwierigkeiten stecke. Zudem klagen derzeit einige
Firmen gegen den Sender und seine Vermarktungsgesellschaft “Regie 1″.
Vor dem Trierer Arbeits-, Amts- und Landgericht laufen bereits seit
Monaten Prozesse wegen ausstehender Zahlungen. Derweil wurde das
Verfahren gegen 16vor – Herzog hatte Anzeige erstattet wegen angeblich falscher Behauptungen in einem früheren Beitrag – eingestellt."
Es hat den Anschein, dass der lokale Radio- und Fernsehsender Antenne West immer tiefer in der Krise steckt. Die erst im März
gestartete digitale Satellitenübertragung, die sich der Sender noch mit
zwei anderen Anbietern teilte, wurde jetzt wieder eingestellt. Zudem wurden wieder Mitarbeiter entlassen. Christoph Jan Longen und Daniel Wermke
mussten gehen, auch erhielten sieben Auszubildende ihre Kündigung.
Mehrere Ex-Mitarbeiter haben gegen Antenne West geklagt. Klagen sind anhängig vor dem Arbeitsgericht, dem Trierer Amts- und Landgericht. Es geht um ausstehende Zahlungen. Besonders brisant kann es für Sven Herzog im Verfahren mit der RTL-Tochter
CLT-UFA werden. 2009 kündigte CLT-UFA einen Vermarktungsvertrag
mit Herzogs “Regie 1″, weil Einnahmen nicht weitergeleitet worden sein
sollen. Hier geht es um einen hohen fünfstelligen Betrag. Einen
Vergleich lehnten die Luxemburger bereits ab. Auch die Betreiber des
Portals partyface.de klagen derzeit wegen ausstehender Provisionszahlungen.
16VOR berichtet in seinem Artikel weiter, Herzog schon kein Glück mit seiner Strafanzeige gegen 16vor gehabt. Die Staatsanwaltschaft Trier habe das Verfahren eingestellt. Um diesen Artikel von 16VOR ging es: “Antenne West verliert sein Gesicht”
16VOR berichtet weiter, der Sender scheine in massiven Schwierigkeiten zu stecken. Mitte
Juni war für anderthalb Tage dessen Homepage nicht mehr zu erreichen,
weil – wie es bei der Domainverwaltung “Denic” hieß – der bisherige
Provider “seinen Service eingestellt” hat. Dann ließen Autohändler
wenige Wochen später geleaste Dienstwagen des Unternehmens abholen. Und
am Montag vergangener Woche war tagsüber für mehrere Stunden weder das
Radio- noch das Fernsehprogramm zu empfangen. Der Sender bekam keinen
Strom mehr.
Die Unregelmäßigkeiten häufen sich. Anfang Juli stellte “Kabel Deutschland” kurzzeitig die Ausstrahlung von Antenne West
ein, weil “die vertraglichen Voraussetzungen fehlten”. Auf der Homepage
des Senders war von einer “zeitweisen Störung” die Rede. Hinzu kommen
Sendeausfälle im Radio wegen technischer Pannen. Außerdem wurde das
redaktionelle Programm noch weiter heruntergefahren. Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation, die die Lizenzen
für private Radio- und Fernsehveranstalter in Rheinland-Pfalz vergibt,
sieht diese Entwicklung “mit großer Sorge”.
Quelle: Artikel und Lesermeinungen bei 16VOR
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