

PUBLICUS TREVERENSIS - Kleine Trierer Webzeitung
wünscht allen Lesern und Freunden ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2010!
Kleine Trierer Webzeitung | Nachrichten aus Trier und Umland


PUBLICUS TREVERENSIS - Kleine Trierer Webzeitung
wünscht allen Lesern und Freunden ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2010!
Noch gut 100 Tage, dann wird Trier Pilgerort: Vom 16. bis zum 25.
April 2010 werden zum 13. Mal die Heilig-Rock-Tage ausgerichtet, das
Bistumsfest der Diözese Trier. "In Gerechtigkeit dein Angesicht suchen"
lautet das Motto.


Gastgeber Bischof Ackermann Der Heilige Rock, Dom Trier
Mehrere Zehntausend Besucher werden zu den
Heilig-Rock-Tagen im nächsten Jahr erwartet. Zentrale Angebote des
Bistumsfestes stehen bereits fest. Im Mittelpunkt wird 2010 die Feier
des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft des Bistums mit Bolivien
stehen.
Das wird sich unter anderem auf dem großen Zelt auf dem Hauptmarkt
zeigen, wo es Informationen und Aktionen zur Bolivienpartnerschaft
geben wird. Vor dem Hintergrund der Partnerschaft wurde auch das
Leitwort ausgewählt.
Nach Angaben von Bischof Juan Vargas aus Coroico in Bolivien soll es
deutlich machen, dass die Partnerschaft sich entwickelt hat, dass sie
gewachsen und dynamisch ist: "Das Ziel unserer Pilgerstrecke ist das
vom Herrn verheißene Reich des Friedens und der Gerechtigkeit, das
Reich der Wahrheit und der Liebe. Die Suche nach Gottes Reich eint uns
mit all jenen, die sich für Menschlichkeit und Personenwürde
einsetzen", betont Bischof Vargas.
Neben dem Zelt auf dem Hauptmarkt werden die Besucher der
Heilig-Rock-Tage 2010 noch an vielen weiteren Stellen auf Bolivien
stoßen. So wird im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum die
Ausstellung "Zeitgenössische Kunst aus Bolivien" zu sehen sein, und
beim Paulinus-Forum am Vorabend der Eröffnung, am 15. April, geht es um
das Thema "Wirtschaft fair gestalten".
Am 17. April wird der traditionelle Tag
der Jugend und der Firmlinge zu einem großen Jugendevent, bei dem die
Jugendpartnerschaft mit Bolivien im Mittelpunkt steht. Ein weiterer
Höhepunkt dürfte zudem 2010 die Dom-Nacht werden. Der Dom ist am
Samstag, 24. April, die ganze Nacht geöffnet.
Wie in den vergangenen Jahren soll es eine Nacht der Kathedralen geben,
bei der auch die Kathedralen in Luxemburg, Lüttich und Metz geöffnet
sein werden. Und auch in Bolivien wird die Dom-Nacht gefeiert.
Zudem wird bei den Heilig-Rock-Tagen eine Mischung aus wechselnden
Angeboten für täglich andere Zielgruppen und ein festes Rahmenprogramm
geboten. Während des Bistumsfests wird täglich um 15 Uhr ein
Pontifikalamt im Dom gefeiert. Alle Tage beginnen um 9 Uhr mit dem
Morgenlob und enden mit dem Abendlob um 21 Uhr.
Im Verlauf der Woche gibt es unter anderem besondere Angebote für
Kindergartenkinder, Mitglieder der Räte, Kommunionkinder,
Förderschulen, Priester und Ordensleute, Menschen mit Behinderung und
Goldhochzeitspaare. Der Tag der Ökumene ist am 17. April.
Weitere Informationen: Hans-Werner Tonner, Telefon 0651/7105-593, E-Mail: heiligrocktage@bistum-trier.de, Internet: www.bistum-trier.de
Trier/Landau Die Landauer
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Eifeler CDU-Landtagsabgeordneten
Michael Billen. Ihm wird Anstiftung zum Verrat von Privat- oder
Dienstgeheimnissen sowie der Verstoß gegen das Landesdatenschutzgesetz
vorgeworfen.

Gestern hat sich der
CDU-Landtagsabgeordnete Michael Billen aus Kaschenbach (Eifelkreis
Bitburg-Prüm, Foto) zum ersten Mal nach vierwöchiger Krankheit wieder
öffentlich geäußert: „Ich lege mein Landtagsmandat nicht nieder“, sagte
der 54-Jährige dem Trierischen Volksfreund.
Warum auch, könnte man denken: immerhin kassiert Herr Billen pro Monat über 5000 Euro aus seinem Mandat als Landtagsabgeordneter. Und erstmal muss ihm die Anstiftung zum Verrat von Dienstgeheimnissen nachgewiesen werden. Bis dahin kann man noch als Volksvertreter kassieren, gleichgültig was Bürger und eigene Partei darüber denken mögen.
So hatte CDU-Landeschef Christian Baldauf gerade mit Blick auf die verheerende Wirkung in der Öffentlichkeit Billen vor vier Wochen
aufgefordert, seinen Sitz zurückzugeben. Aber da hatte Herr Baldauf die Rechnung ohne den kämpferischen Billen gemacht. Gleichzeitig wurde gestern
bekannt, dass die Landauer Staatsanwaltschaft gegen den Landwirt aus
der Eifel ermittelt. Billen hatte Ende November zugegeben, illegal
Daten aus dem Polizeilichen Informationssystem (Polis) „abgegriffen“ zu
haben.
Billens Tochter, die Polizistin in Landau ist, soll „aus Neugier“ nach
Einträgen zu Geschäftsleuten, die an der Finanzierung des
Nürburgring-Projektes beteiligt sind, im Polizeicomputer gesucht haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft nun ihrem Vater vor, sie zum Verrat von
Privat- oder Dienstgeheimnissen angestiftet zu haben. Außerdem wird
gegen den 54-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Landesdatenschutzgesetz
ermittelt.
Bei Ermittlungen gegen Landtagsabgeordnete muss deren Immunität
aufgehoben werden. Dazu ist ein Beschluss des Rechtsausschusses des
Landtags mit Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Neben Billen wird auch
gegen vier Polizisten, darunter vermutlich seine Tochter, ermittelt.
Billen wollte sich nicht zu den Ermittlungen äußern. Er wehre sich aber
gegen die in den vergangenen Wochen geäußerten Vorverurteilungen.
„Warten wir ab, was die Ermittlungen bringen werden“, sagte Billen gegenüber dem TV. Er werde am 6. Januar der CDU-Fraktion Rede und
Antwort stehen.
Trier Rücktrittsforderung, fristlose
Kündigung und Verleumdungs-Klage: Bei der Stadtratsfraktion der Linken
geht der Krieg weiter - ein Ende ist nicht in Sicht.

13 Sitzungstermine des Trierer Stadtrats
stehen für nächstes Jahr bereits fest. Doch an zehn von ihnen ist
Stadträtin Katrin Werner eigentlich in Berlin, denn der Bundestag hat
dann Sitzungswochen. "Wie will sie da Bundestags- und Stadtratsarbeit
vereinigen?", fragt Johannes Verbeek, mit dem Werner die zweiköpfige
Fraktion der Partei "Die Linke" im Trierer Stadtrat bildet. Seit ihrer
Wahl in den Bundestag im September habe Werner kaum noch
kommunalpolitische Arbeit geleistet. Bei zwei von fünf
Stadtratssitzungen fehlte die 36-Jährige, auch mehrere
Ausschusssitzungen hat sie schon verpasst. Die zweitägigen
Haushaltsberatungen musste Verbeek alleine bestreiten. "Ich bin richtig
sauer, es geht in einer Zweierfraktion nicht, dass einer die Sitzungen
nicht besucht, sinnvolles inhaltliches Arbeiten ist so nicht möglich.
Daher fordere ich Katrin auf, ihr Stadtratsmandat niederzulegen."
"Die Infrastruktur hat gefehlt"
Termine und Arbeit im Bundestag, Stadtrat
und als Kreisvorsitzende unter einen Hut zu bringen, sei nicht einfach,
gibt Katrin Werner zu. "Aber demnächst habe ich die notwendigen
organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, dann werde ich mich
wieder verstärkt in die Fraktionsarbeit einbringen können." Im Januar
soll die zweijährige Tochter nach der Eingewöhnung in der Krippe
zusätzlich noch von einem Babysitter betreut werden. Räumlichkeiten für
ein Wahlkreisbüro in Trier seien mittlerweile gefunden. "Solche
Infrastrukturen zu schaffen - auch in Berlin -, hat mich viel Zeit
gekostet", sagt Werner, "in der Partei haben auch alle Verständnis
dafür, nur Johannes nicht." Daran, ihr Stadtratsmandat niederzulegen,
denke sie jedenfalls nicht.
Der Dauer-Knatsch, den die Linken sich seit der Kommunalwahl liefern,
setzt sich damit fort: Denn gewählt in den Rat waren ursprünglich
Verbeek und Marc-Bernhard Gleißner, die sich allerdings unter anderem
über den Fraktionsvorsitz dermaßen in die Haare gerieten, dass Gleißner
zurückzog. Werner rückte nach. Acht von Gleißners Parteifreunden
forderten anschließend allerdings den Rücktritt Verbeeks von
Kreisvorsitz und Stadtratsmandat, weil dieser den Streit angeblich an
die Öffentlichkeit getragen habe. Verbeek trat nicht zurück, kündigte
aber die Fraktion auf. In die konstituierende Stadtratssitzung nach der
Wahl zogen er und Werner als Einzelmandatsträger ein - um nur wenige
Wochen später doch noch einen Fraktionsvertrag zu besiegeln.
Der Kampf endete damit nicht: Am gestrigen Montag trafen sich Werner
und Verbeek mit ihrem Fraktionssekretär Konni Kanty vorm Trie rer
Arbeitsgericht. Wegen "mangelnder Arbeitsleistung" hatte Verbeek Kanty
in dessen Probezeit und gegen den Willen von Werner aus dem
400-Euro-Job entlassen. Vor Gericht trat Werner für ihren Schützling
ein - an der rechtskräftigen Kündigung durch ihren Parteikollegen
änderte das nichts mehr. Eine weitere gerichtliche Auseinandersetzung
steht an: Weil Kanty in einer Beschwerde-Mail an einen Gewerkschafter
und Parteifreund, Verbeek mit dem Namen "Querbeet" belegt und diesem
vorgeworfen hat, ihn an seinem Arbeitsplatz unzulässig kontrolliert zu
haben, hat Verbeek Anzeigen wegen Verleumdung und übler Nachrede
eingereicht.

Viele haben sich versucht damit, Lottozahlen vorherzusagen und sind gescheitert.
Nun gibt es ein System, welches auf einer sogenannten paradoxen Antizipation Lottozahlen “sieht” und zu sicheren Treffern führt.
Die Trefferquote ist nach persönlichen Erfahrungen beachtlich und
bisher nur einer kleinen Gruppe von Eingeweihten bekannt. Regelmässig
werden 4er-Treffer zuverlässig erzielt. 5er-Treffer werden im
Verhältnis 100 mal häufiger als bei herkömmlichen Spiel sicher getippt.
Und was die 6er-Treffer angeht…lassen Sie sich überraschen. Insgesamt
ist dieses System geeignet, sich mit sicheren 4er-Treffern und
5er-Treffern ein kleines und wachsendes Lottovermögen aufzubauen.
Wie funktioniert das System?
Sie müssen regelmässig 20 Minuten pro Tag still sitzen und
meditieren, am besten wirken klassische Versenkungsmethoden und
Achtsamkeit auf den Atem. (Erkundigen Sie sich nach tradierten Methoden
und lassen Sie sich unbedingt von einem authentischen Meditationslehrer
einweisen!) Unmittelbar nach der Meditations-Sitzung beauftragen Sie
kognitiv Ihr Unterbewusstsein damit, Ihnen im Traum vor dem Tag, an dem
Sie den Schein ausfüllen, sichere Zahlen zu zeigen, die in Ihrem
Geist-Körper-Komtinuum Gestalt annehmen. Jetzt kommt der wichtigste
Teil. Während Sie den Lottoschein ausfüllen, müssen Sie vollkommen
gedankenleer sein. Das bedeutet, Sie sehen die Lottofelder als Grafik
ohne Zahlen und tippen dann ohne Nachdenken Kreuze auf den Schein. Ihr
Unterbewusstsein erinnert sich an die Antizipation der Zahlen und Sie
werden sichere Treffer landen.
Wie ist das möglich?
Zeit ist ein linearer Messvorgang, Vergangenheit und Zukunft sind
jedoch nicht wirklich vorhanden (sondern lediglich relativ). Das
universelle Bewusstsein ist an dieses lineare Modell von Zeit nicht
gebunden und kann problemlos Vorgänge antzipieren, die aus Sicht
gewöhnlicher Logik in der Zukunft liegen. Es gibt hierfür genügend
Beispiele, die der Praxis entnommen sind. Googlen Sie einfach mal nach
dem Begriff Zeit und Sie werden fündig.
Wichtiger Hinweis: Es ist jedoch von Bedeutung,
dass Sie bei dieser Art Lotto zu spielen, nicht von Gier geleitet
werden, ansonsten findet eine Verzerrung im Bewusstsein statt und es
wird sein, als würden Sie nach einem Regenbogen greifen, den Sie
jedoch nie fassen können.
Es ist eher zu verstehen wie das japanische Bogenschüssen..loslassen ohne Willensanstrengung.
Nachfragen zum System beantworte ich gerne.
Diese Nachricht wurde gepowert von: Eines der ältesten Wohnhäuser Triers wird zum Schnellrestaurant: Ins
ehemalige Hotel Faßbender in der Sichelstraße zieht die Gastro-Kette
Vapiano ein. Auch die Tage des benachbarten Rindertanzplatzes sind
gezählt.
TRIER/KOBLENZ. Die für Wirtschaftskriminaltät
zuständige Staatsanwaltschaft Koblenz hat wegen möglicher
Insolvenzverschleppung und Steuerhinterziehung ein Ermittlungsverfahren
gegen Sven Herzog eingeleitet.
Dies teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Horst Hundt mit.
Herzog war zuletzt Geschäftsführer der Antenne West GmbH & Co
KG, der Regie 1 Deutschland GmbH und der Radio Trier 22
Verwaltungsgesellschaft mbH. Vor wenigen Wochen hat der 41-Jährige für
die genannten Firmen Insolvenzantrag gestellt.
Das Ermittlungsverfahren beruht auf einer Strafanzeige, die eine
Rechtsanwaltskanzlei im Auftrag von ehemaligen Mitarbeitern der Antenne
West GmbH & Co KG erstattet hat. Angezeigt wurde
Insolvenzverschleppung und eventuell Steuerhinterziehung durch
Lohnsplitting. Weitere Informationen könne er zur Zeit nicht geben, so
der Behördenleiter.
Die Behörde ermittelte wegen Vortäuschens einer Straftat im
Zusammenhang mit seinem Verschwinden. Der Student war am 31. Juli von
seinem in Dresden lebenden Bruder fernmündlich bei der
Kriminaldirektion Trier als vermisst gemeldet worden. Im Hinblick auf
die Möglichkeit eines Tötungsdeliktes hatte die Kriminaldirektion
daraufhin eine Sonderkommission “Maxim” eingerichtet. Umfangreiche
Suchmaßnahmen unter Einsatz eines Helikopters und Bereitschaftspolizei
im Raum Hunsrück und der Region Trier blieben ohne Erfolg.
Am 15. September meldete sich Maxim Beck bei einer rumänischen
Polizeidienststelle und wurde von dort in die Obhut der Deutschen
Botschaft Bukarest übergeben. Am Tag darauf machte er gegenüber den
BKA-Verbindungsbeamten der Botschaft folgende Angaben: Er sei in den
Morgenstunden des 30. Juli mit seinem Fahrrad zum Flughafen
Frankfurt-Hahn aufgebrochen, um einen Flug nach Dresden anzutreten.
Noch in der Nähe seiner Wohnung sei er auf einen weißen Lieferwagen
getroffen, von den Insassen unter Einsatz eines Betäubungsmittels in
das Fahrzeug eingeladen und entführt worden. Er sei mehrfach an ihm
unbekannten Orten festgehalten und zu Arbeitsleistungen gezwungen
worden, bis ihm schließlich die Flucht gelungen sei.
Nach diesem Geschehensablauf wäre der Student Opfer einer
gravierenden Straftat geworden. Die Angaben sind aus Sicht der
Staatsanwaltschaft Trier jedoch nicht glaubhaft. Sie begründen deshalb
den Verdacht, dass sich der Student eines Vergehens des Vortäuschens
einer Straftat strafbar gemacht hat.
Allerdings hätten ihn die Personen, mit denen er in Rumänien
zusammentraf, als “desorientiert und gesundheitlich angeschlagen”
beschrieben. Seine Angaben gegenüber den Verbindungsbeamten des
Bundeskriminalamtes haben denn auch keine weiteren Ermittlungen
ausgelöst. “Der durch die Vermisstenmeldung verursachte Ermittlungs-
und Suchaufwand kann ihm nicht zugerechnet werden”, erklärte die
Staatsanwaltschaft, die deshalb von geringem Verschulden ausgeht und
hat das Verfahren einstellt.
Trier Am Mittwoch verabschiedet der
Trierer Stadtrat den städtischen Haushalt. Die 362,50 Euro, die die
Stadt für einen Kredit aus dem 16. Jahrhundert an die Kirche abbezahlt,
werden weiterhin die Ausgabenseite belasten. Ein Bürger forderte nun,
die Zahlung dieses „Blutgelds“ einzustellen.
Im ausgehenden 16. Jahrhundert war
Dietrich Flade nicht nur kurfürstlicher Rat, Bürgermeister und Rektor
der Universität Trier, sondern auch einer der reichsten Männer der
Stadt. Wohl auch deshalb lieh er dem offenbar schon damals klammen
Trier 4000 Goldgulden. Doch nur wenige Jahre später wurde Flade - der
lange Jahre selbst Todesurteile in Hexenprozessen gesprochen hatte -
selbst der Hexerei beschuldigt und am 18. September 1589 hingerichtet.
Sein Vermögen fiel an die Kirche - und damit auch der Schuldschein
über den der Stadt gewährten Goldgulden-Kredit. Fortan zahlte die Stadt
an die Kirche - und überweist heute noch jährlich exakt 362,50 Euro an
die Innenstadtpfarrei St. Liebfrauen. Dabei handelt es sich allerdings
keineswegs um eine Abtragung des Kredits, sondern um eine auf
unbestimmte Zeit mit dem damaligen Erzbischof Johann von Schönenberg
vereinbarte Zinszahlung.
Unter dem Namen "Steiermark" hat ein
Trierer im ersten Trierer Bürgerhaushalt nun den Vorschlag gemacht,
diese Zahlung einzustellen. Bei dem an die Kirche zurückgefallenen
Flade-Nachlass handele es sich um Blutgeld, das die Kirche sich zu
Unrecht zugesprochen habe, argumentiert "Steiermark" und fordert die
ersatzlose Streichung dieses Haushaltstitels aus dem städtischen
Kultur-Etat.
Doch weder Kulturdezernat noch Steuerungsausschuss haben dem
Vorschlag zugestimmt. Es handele sich keineswegs um Blutgeld, sondern
um eine vertraglich vereinbarte Zinszahlung für den damals nun mal in
Anspruch genommen Kredit. "Zum einen handelt es sich um einen Betrag,
der die Stadt Trier nicht ärmer macht als sie es ohnehin schon ist, zum
anderen liegt hier ein vielleicht ungewöhnlicher, aber im Grunde
genommen doch sympathischer Akt fiskalischer Traditionspflege vor",
erklärt der städtische Pressesprecher Ralf Frühauf.
Außerdem werde durch die Zahlung - ebenso wie durch die Benennung
einer "Dietrich-Flade-Straße" auf der Tarforster Höhe - der vielen
unschuldigen Opfer des Hexenwahns gedacht und damit eine zumindest
symbolische Wiedergutmachung angeregt. Die Zahlung könne außerdem
betrachtet werden als "Ausdruck des Jahrhunderte alten guten
Verhältnisses von Kirche und Stadt".
Ein Ehepaar aus dem Landkreis Vulkaneifel ist am Samstagnachmittag
gegen 15.45 Uhr in die Kyll gefahren und 30 Meter flussabwärts gespült
worden. Während der 41-jährige Mann sich ans Ufer retten konnte,
mussten die Frau und der Hund des Paars auf dem Dach des Wagens auf
ihre Rettung warten. Mann, Frau und Hund blieben unverletzt.
Nach Angaben des Wehrleiters der
Verbandsgemeinde Gerolstein, Karl-Heinz Kunze, bog das Ehepaar zwischen
Lissingen und Birresborn von der L 24 ab und fuhr einen etwa 300 Meter
langen, unbefestigten Wirtschaftsweg hinunter zum Flussufer. Mit den
Vorderrädern sind sie dann aus noch unbekannten Gründen in das Wasser
geraten.
Als der Wagen das Wasser erreichte, riss die starke Strömung das Auto
mit und spülte es etwa 30 Meter die Kyll hinab. Der Geländewagen wäre
vermutlich noch weiter flussabwärts getrieben worden, wenn nicht eine
Baumwurzel die unfreiwillige Fahrt gestoppt hätte.
Der Fahrer befreite sich selbst aus dem Fahrzeug und rettete sich ans
Ufer, indem er sich an einem ins Wasser ragenden Ast festhielt. Seine
Frau kletterte mit dem Hund im Arm aufs Wagendach. Weil der 41-Jährige
an dieser Stelle, die auch von der Straße aus nicht zu sehen ist, kein
Mobilfunknetz empfangen konnte, musste er zu Fuß zur L 24 zurückgehen,
um Polizei und Rettungsdienste herbeirufen zu können.
Die Feuerwehren aus Gerolstein, Lissingen und Birresborn fuhren
daraufhin zum Unfallort, halfen Frau und Hund ans Ufer und zogen das
Auto mit Hilfe einer Winde aus der Kyll. Die Polizei schätzt den
Sachschaden am schrottreifen Fahrzeug auf etwa 10.000 Euro.
Für die Kinder ist es das “Geschenke”-Highlight des Jahres:
Doch viele Bundesbürger sehen den Feiertagen mit gemischten Gefühlen
entgegen. Sie fühlen sich unter Druck gesetzt und fürchten sich vor
Streit. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im
Auftrag der “Apotheken Umschau”.

Weihnachten soll ein harmonisches Fest sein. Doch
jeder Vierte (24,6%) gibt an, die Feiertage setzten ihn massiv unter
Druck, da man sich um so Vieles kümmern müsse. Bei den Frauen sind dies
sogar 29,8% (Männer: 19,2%). Ebenso viele (22,8%) empfinden das Fest
selbst als äußerst stressig, da Weihnachten ja immer alles perfekt sein
müsse.
Ein Fünftel (20,5%) der Befragten kann Weihnachten
auch nicht so feiern, wie sie es selbst gerne möchten. Daher würden
einige (18,6%) Weihnachten am liebsten gleich ganz abschaffen. Noch
jeder Sechste (17,0%) gibt zu, dass am Fest zuhause zumeist gereizte
Stimmung vorherrsche.
Diese Zahlen entstammen einer repräsentative Umfrage
des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK
Marktforschung Nürnberg bei 1917 Frauen und Männern ab 14 Jahren.
Trier Viele Spielwaren enthalten
giftige Stoffe. Auch in einigen Geschäften der Region fanden
Kontrolleure Spielzeug, das krebserregende Substanzen enthält. Trotzdem
dürfen die Spiele weiter verkauft werden.
Stichprobe in einem ganz normalen
Spielzeugregal: Kaum eine der angebotenen Spielwaren ist nicht in China
produziert worden. Auf bei Kindern beliebten Sammelplastikfiguren, auf
Brettspielen deutscher Hersteller, auf der Autorennbahn und selbst auf
alternativen Holzspielwaren prangt der Schriftzug "Made in China". Vor
allem Spielzeug aus China steht allerdings im Verdacht, voll von
Weichmachern zu sein, die Krebs auslösen und unfruchtbar machen können.
Die Spielzeuge enthalten giftige Stoffe wie Polycyclische Aromatische
Kohlenwasserstoffe (PAK). Spielzeug, das solche Substanzen enthält,
macht nicht auf Anhieb krank. Schäden sind vielmehr langfristig
möglich. Da Kinder aber Spielsachen sehr oft in den Mund nehmen, können
die Stoffe in den Körper gelangen. Die rheinland-pfälzische
Umweltministerin Margit Conrad schlägt Alarm: "Nicht jedes Spielzeug
kann bedenkenlos unter den Weihnachtsbaum gelegt werden." Allerdings
gibt es für PAK in Kinderspielzeug derzeit keine gültigen Grenzwerte.
Daher dürfen die Gewerbeaufsichtsämter giftige Spielwaren zwar
bemängeln, aber nicht aus dem Verkehr ziehen. Das
Landesuntersuchungsamt hat in den vergangenen Wochen landesweit 373
Spielsachen untersucht, 48 davon waren nicht für Kinder geeignet, 17
davon enthielten gefährliche Stoffe. Trotzdem dürfen sie weiter
verkauft werden. Insgesamt 37 Proben aus der Region wurden untersucht.
Einige Spielzeuge fielen negativ auf, beispielsweise ein Wasserball,
der verbotene Weichmacher enthielt, oder eine Puppe mit
Dispersionsfarbe, die Krebs auslösen kann. Die Umweltministerin rät,
beim Spielzeugkauf auf das Zeichen GS für "geprüfte Sicherheit" zu
achten. "Produkte mit diesem Siegel haben einen hohen
Sicherheitsstandard", sagt Conrad. Doch beim Blick ins Spielzeugregal
zeigt sich: Das GS-Zeichen findet sich auf kaum einem Spielzeug, auf
den meisten Packungen steht lediglich das Zeichen CE. Das, so
Ministerin Conrad, biete aber keine Gewähr für eine unabhängige
Prüfung.
Bernkastel-Kues/Traben-Trarbach. Er ist
ein Wiederholungstäter. Eine vierjährige Jugend-Haftstrafe sowie eine
anschließende Bewährungsstrafe konnten ihn nicht davon abhalten, erneut
zuzuschlagen. Der Angeklagte hat am frühen Morgen des 31. Januar dieses
Jahres einen 19-jährigen aus Bosnien stammenden Mann aus
Traben-Trarbach mit Fäusten und Fußtritten derart traktiert, dass
dieser einen Nasenbeinbruch und Prellungen erlitt. Der Cousin des
Täters konnte ihn nach eigener Aussage davon abhalten, weiter auf das
wehrlose Opfer einzutreten. Nur so konnte vermutlich noch Schlimmeres
verhindert werden.
Opfer und Täter waren sich in der
Traben-Trarbacher Diskothek Exklusiv begegnet. Der schwer angetrunkene
Täter - eineinhalb Stunden nach der Tat wurden bei ihm 1,49 Promille
Blutalkohol festgestellt - folgte zusammen mit seinem Cousin dem
19-Jährigen in die Brückenstraße. Dort urinierte der 19-Jährige gegen
ein Haus, worauf der Angeklagte ihn packte, schlug und trat. So fest,
dass Blut floss und das Opfer nach eigenen Angaben kurzzeitig das
Bewusstsein verlor. Danach gingen der 27-Jährige, der Blut an den
Händen hatte, und sein Cousin in einen Dönerladen, ohne sich um den
Verletzten zu kümmern.
Als Jugendlicher in der Skinhead-Szene
Andere Zeiten, breiteres Warenangebot:
Einstimmig hat der städtische Steuerungsausschuss am
Donnerstagnachmittag beschlossen, dass die Satzung für den Trierer
Wochenmarkt ausgeweitet werden soll.
Bislang ist das Angebot des Trierer
Wochenmarkts auf dem Viehmarkt auf Produkte von Selbsterzeugern
beschränkt, neben Lebensmitteln sind das auch Blumen und kleine
Geschenkartikel aus Naturwaren. Doch das Warenangebot soll ausgeweitet
werden und die Markttage nicht auf dienstags und freitags beschränkt
bleiben. Einen entsprechenden Antrag hat das Trierer Ampel-Bündnis am
Donnerstag in der Sitzung des Steuerungsausschusses gestellt, der
Ausschuss stimmte einmütig zu.
So sollen künftig auch Anbieter von Haushaltsartikeln, Kurzwaren,
Handwerker und Kunsthandwerker ihre Stände beim Trierer Wochenmarkt
aufbauen dürfen. Außerdem sollen die rechtlichen Voraussetzungen dafür
geschaffen werden, dass der Markt künftig auch an Samstagen stattfinden
und auf Antrag der Marktbeschicker bis 22 Uhr geöffnet haben kann.
Bislang endet der Markt gegen 14 Uhr. Zu einem Billig-Sortiment dürfe
die Satzungsänderung allerdings nicht führen, außerdem sollten sich die
Waren vom Angebot der üblichen Filialisten der City unterscheiden,
betonte Richard Leuckefeld von den Grünen. Den Markt auch samstags
zuzulassen sei notwendig, weil das der Haupteinkaufstag für viele
Berufstätige sei. Das Problem: Etliche der Trierer Marktbeschicker
stehen samstags bereits auf Wochenmärkten in der Umgebung und können in
Trier nicht gleichzeitig präsent sein. „Die Stadtverwaltung muss hier
Anschub und Ideen liefern, um diese und neue Marktbeschicker auch am
Wochenende nach Trier zu holen“, sagte Leuckefeld. Bürgermeister Georg
Bernarding erklärte, dass den vorgeschlagenen Änderungen der
Marktsatzung rechtlich nichts entgegenstünde und die Verwaltung –
sofern der Stadtrat nächste Woche ebenfalls zustimmt – eine
entsprechende Satzung ausarbeiten werde. Damit würde der rechtlichen
Rahmen für die Veränderung geschaffen – ob und ab wann der Wochenmarkt
dann tatsächlich auch an Samstagen stattfindet, hängt von der Nachfrage
der Marktbeschicker ab.
Kleine Trierer Webzeitung |TRIERER NACHRICHTEN - NACHRICHTEN AUS TRIER & REGION - TRIERER NACHRICHTEN








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