Mit einer Windgeschwindigkeit von bis
zu 130 Stundenkilometern fegte am Sonntag das Orkantief Xynthia über
das Land und versetzte die Region in den Ausnahmezustand. In Europa
starben mindestens 50 Menschen. Die Bahn stellte ihren Regionalverkehr
im Saarland und in Rheinland-Pfalz ein und am Abend, sogar den
kompletten Zugverkehr in NRW. Zahlreiche Flüge in Luxemburg fielen aus.
In fünf Stunden gingen bei der zentralen Notrufstelle für die Region
2500 Anrufe ein.
Im Kreis Trier-Saarburg kämpften 1500 Feuerwehrleute und 100
Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks gegen die Sturmschäden. In der
Stadt Trier waren 200 Helfer im Dauereinsatz, in den Kreisen „alles,
was da ist“, so ein Feuerwehrsprecher. In Rheinland-Pfalz wütete der
Sturm am stärksten in der Eifel und im Hunsrück.
Auf der B327 zwischen Morbach und Thalfang (Kreis
Bernkastel-Wittlich) verunglückte ein Luxemburger, als ein Baum auf
sein Fahrzeug stürzte. Der Fahrer wurde leicht verletzt. In Trier
wurden zwei Menschen leicht verletzt. „Bei uns sind mehr als 30 Straßen
gesperrt“, sagte Pressesprecher Thomas Müller (Kreis Trier-Saarburg).
Die Orte Kordel, Naurath/Eifel und Greimerath waren zeitweise gar nicht
erreichbar.
Sorgen bereitet den Einsatzkräften, dass in vielen Orten der Strom ausgefallen ist. Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg stellt auf ihrer Seite eine Liste mit Straßen zusammen, die gesperrt sind. Dort können sich Berufspendler informieren.
Bis klar ist, wie groß der gesamte Schaden ist, wird es noch Tage
dauern. Mit Beeinträchtigungen ist vielerorts zu rechnen. So sind in
Trier Friedhöfe bis auf weiteres gesperrt. „Bestattungen können
stattfinden, wenn die Wegstrecke sicher ist“, so Pressesprecher Ralf
Frühauf. Experten befürchten nun: Jetzt kommt das Hochwasser.
HEILIGKREUZ. Ein 13 jähriger Junge hat am
Freitagabend den Schlüssel des elterlichen PKW entwendet und gemeinsam
mit einem 15 jährigen Freund eine Spritztour unternommen.
Nachdem die Mutter das Fehlen des Fahrzeugs bemerkte, informierte
sie umgehend die Polizei. Im Rahmen von intensiven Fahndungsmaßnahmen
konnte das Auto rasch im Stadtgebiet durch eine Streife festgestellt
werden.
Der Versuch, die beiden Jugendlichen anzuhalten scheiterte jedoch,
da der Fahrer die Anhaltezeichen missachtete und mit hoher
Geschwindigkeit flüchtete. Nach kurzer Verfolgung war die Fahrt im
Stadtteil Heiligkreuz beendet, da der PKW bei einem riskanten
Wendemanöver an der Vorderachse beschädigt wurde. Der Fahrer und sein
Beifahrer wurden zwecks weiterer Ermittlungen zur Dienststelle
mitgenommen. Am PKW entstand hoher Sachschaden.
Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Trier in Verbindung zu setzen (0651-9779 3200).
Trier. Man merkt Stephan Ackermann am Tag
eins nach seiner Ernennung durch die Deutsche Bischofskonferenz an,
dass sich der Trierer Bischof in seinem neuen Amt erst noch
zurechtfinden muss. Bei einigen Fragen der zu einer kurzfristig
anberaumten Pressekonferenz angereisten Journalisten muss der neue
Missbrauchs-Beauftragte der katholischen Kirche passen. Ist die Zahl
der bislang bekannt gewordenen Missbrauchs-Fälle (115) korrekt?
Ackermann zuckt mit den Schultern. Sollte die Verjährungsfrist
verlängert werden? "Das muss man überprüfen", drückt sich der Bischof
um eine klare Antwort.
Es spricht eher für Stephan Ackermann, dass der 46-Jährige so kurz nach
seiner Ernennung zum kirchlichen Missbrauchs-Sonderbeauftragten nicht
schon ein fertiges Konzept aus dem Ärmel zaubert. Es ist aber auch ein
Indiz dafür, wie hastig die 67 Bischöfe und Weihbischöfe in den Tagen
zuvor nach einem Ausweg aus der wohl größten deutschen Kirchenkrise der
vergangenen Jahre gesucht haben. Am Ende des Freiburger Treffens, so
viel war seit Tagen klar, musste nach außen signalisiert werden, dass
es der Kirche beim Thema Missbrauch um Aufklärung geht und nicht ums
Aussitzen.
Arbeitsteilung unter den Bischöfen
Dass Stephan Ackermann da eine wichtige Rolle spielen würde, hatte sich
bereits am Dienstagabend abgezeichnet. Bei einem Hintergrundgespräch am
Rande der Bischofskonferenz war es der 46-jährige Trierer, der - neben
zwei Gutachtern - mit den Journalisten redete. Am Tag darauf bat der
Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, Ackermann darum,
das neu geschaffene Amt zu übernehmen.
"Ich war fast 15 Jahre in der Priesterausbildung tätig", antwortet der
Trierer Bischof am Freitag auf die Frage, warum er und nicht ein
Kollege zum Missbrauchs-Beauftragten ernannt worden sei. Außerdem gebe
es unter den Bischöfen ja auch noch "eine Art Arbeitsteilung". Soll
wohl heißen: Wer die wenigsten Posten hat, muss bei Zusatzaufgaben
damit rechnen, dass er an der Reihe ist.
Stephan Ackermann hat sich beim Thema Missbrauch allerdings auch
rascher und deutlicher geäußert als seine Kollegen; sieht mal einmal ab
von der Fehldiagnose seines Augsburger Kollegen Walter Mixa, der einen
Zusammenhang sieht zwischen dem Missbrauch von Minderjährigen und der
sexuellen Revolution.
Stephan Ackermann findet bei dem für die katholische Kirche so
unerfreulichen Thema klare Worte, ist aber andererseits auch niemand,
der aus Sicht der Bischöfe ein "unsicherer Kantonist" wäre. Dass der
46-Jährige in seiner viel beachteten Missbrauchs-Stellungnahme vor zwei
Wochen den Zölibat ausdrücklich verteidigte und gegen
"ungerechtfertigte Anwerfungen und populistische Argumente" in Schutz
nahm, dürfte dem konservativen Klerus gefallen haben. Wer so etwas
sagt, von dem sind als Sonderbeauftragter keine besonders unangenehmen
Überraschungen zu erwarten.
Absage an finanzielle Entschädigung
Das trifft auch auf die erste Pressekonferenz Ackermanns in seiner
neuen Funktion zu, die die Medienleute des Bischofs unter der
Überschrift "Nicht Ober-Ermittler, sondern Koordinator" verkaufen. Die
meisten Dinge, die Stephan Ackermann sagt, hat am Vortag auch der
Vorsitzende der Bischofskonferenz schon verkündet: Die kirchlichen
Missbrauchs-Leitlinien würden überarbeitet, man setze sich mit externen
Fachleuten zusammen, eine bundesweit einheitliche Telefonnummer für
Missbrauchsopfer werde eingerichtet, die Priesterausbildung werde
überprüft.
Stephan Ackermann sagt auch, dass er sich mit Opfern treffen wolle. Und
dass "eine finanzielle Entschädigung nicht zur Rede steht". Womöglich
wäre der neue Missbrauchs-Beauftragte klug beraten gewesen, auch an
dieser Stelle zunächst einmal eine Antwort schuldig zu bleiben. In
Amerika und Irland, wo es in den vergangenen Jahrzehnten jeweils
Tausende Missbrauchsfälle gab, zahlte die katholische Kirche am Ende
Hunderte Millionen Euro Entschädigung an die Opfer.
Die Polizei hat einen 26-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht
steht, seit Januar mehrere Frauen sexuell belästigt und zum Teil auch
verletzt zu haben. Die Kripo sucht weitere Geschädigte.
Zuletzt war der Mann am Dienstag, 16. Februar, in die Wohnung einer
25-Jährigen in Trier-Tarforst eingedrungen. Die Frau konnte sich zu
Wehr setzen und sich in einem Zimmer ihrer Wohnung einsperren, von wo
ihr die Flucht gelang.
Umfangreiche Ermittlungen der Kripo Trier
führten jetzt zu dem 26-jährigen Trierer. Der Mann wurde am vergangenen
Wochenende festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier erließ
der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Trier einen Haftbefehl.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann seit Anfang Januar
mindestens fünf weitere junge Frauen angegriffen und teilweise bis zu
ihren Wohnungen verfolgt hat. Dabei ging der Tatverdächtige offenbar
nach dem gleichen Muster vor. Insbesondere an Bushaltestellen der
Buslinien, die von der Innenstadt in Richtung Trier-Tarforst fahren,
sprach er die Frauen, die oft alleine unterwegs waren, an. Dabei kam es
auch zu Beleidigungen oder Körperverletzungen.
Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben: Er ist 183 cm
groß, schlank und hat dunkelblondes, kurzgeschnittenes, dichtes Haar.
Er trägt einen dünnen, von weitem nicht sichtbaren Oberlippenbart.
Auffallend sind viele Muttermale im Gesicht und am Hals sowie ein
„grinsender“ Gesichtsausdruck. Am linken Ohr hat er eine Ohrlochnarbe.
Bei den Taten war er stets mit eine Jeans und einem Kapuzensweatshirt
oder einer Kapuzenjacke im „Skaterlook“ gekleidet. Der Mann hat eine
tiefe Stimme.
Die Polizei schließt nicht aus, dass der Mann weitere junge Frauen
in gleicher Weise bedrängt hat. Geschädigte oder Zeugen werden gebeten
sich mit der Kripo Trier, Telefon 0651/2019-222 oder 0651/9779-2290 in
Verbindung zu setzen.
Mario Basler ist nicht mehr Cheftrainer von Fußball-Regionalligist
Eintracht Trier. Diese Entscheidung traf der Eintracht-Vorstand am
Sonntagmittag. Nachfolger des 41-Jährigen wird Reinhold Breu. Er
bekommt die Verantwortung für die erste Mannschaft direkt bis Sommer
2011 übertragen.
Reinhold Breu, bisher Jugendkoordinator
und Trainer der zweiten Mannschaft, soll das Ruder also rumreißen.
Dass er das volle Vertrauen erhält, zeigt auch der Umstand, dass sein
Vertrag bis 2011 läuft - er ist also keine Interimlösung.
Seit den Mittagsstunden hatten die Eintracht-Verantwortlichen getagt
und über die prekäre sportliche Situation beraten. Sie hatte sich durch
das 0:3 am Vortag gegen Fortuna Düsseldorf II weiter verschlimmert.
Tatsächlich mitgeteilt wurde Mario Basler der Entschluss um 14.05 Uhr.
An Breus Seite übernimmt Fritz Fuchs wieder alle Aufgaben des
sportlichen Leiters. Zuletzt hatte er sich nach Querelen mit Basler
etwas zurückgezogen. Wer die Nachfolge von Breus bisherigen Ämtern
übernimmt, steht noch nicht fest.
„Wir mussten die Reißleine ziehen. Wir sind zur Überzeugung gekommen,
dass Mario nicht mehr an die Mannschaft herankommt“, sagte
Eintracht-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi im Gespräch mit
volksfreund.de.
Baslers Vertrag datiert noch bis Sommer 2012, in Kürze soll es Gespräche über eine finanzielle Einigung geben.
Ein
am Mittwoch, 17. Februar, an der Landesstraße 4 verletzt aufgefundener
und kurz darauf verstorbener Mann wurde inzwischen auf Antrag der
Staatsanwaltschaft Trier obduziert. Im Ergebnis der Untersuchungen wird
ausgeschlossen, dass der inzwischen identifizierte 28-jährige, aus
Polen stammende Mann aufgrund eines Autounfalls zu Tode kam. Das
Polizeipräsidium Trier hat zu Aufklärung des Falles unter Leitung der
Kriminaldirektion eine Sonderkommission eingerichtet.
Die Ermittler stehen vor einem Rätsel: Am Mittwoch, 17. Februar,
finden Verkehrsteilnehmer gegen 20 Uhr einen schwer verletzten Mann am
Fahrbahnrand der Landesstraße 4 zwischen Neuerburg und Sinspelt. Dem
ersten Anschein nach sieht es nach einem Verkehrsunfall aus. Der
Verletzte wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte können den
Mann ohne Ausweispapiere nicht mehr retten. Er verstirbt am frühen
Donnerstagmorgen.
Die Staatsanwaltschaft Trier beantragt zur Klärung der Todesumstände
die Obduktion des Mannes, in deren Ergebnis klar wird, dass kein
Autounfall sondern ein bisher nicht geklärtes Ereignis todesursächlich
war. Zu den festgestellten Verletzungen können aus Ermittlungsgründen
keine näheren Angaben gemacht werden.
Beim Polizeipräsidium Trier wurde heute zur Klärung des Falles eine
Sonderkommission eingerichtet. Die Soko Sinspelt, in der unter der
Leitung des Fachkommissariats für Kapitaldelike Beamte der Schutz- und
Kriminalpolizei zusammenarbeiten, bittet um Unterstützung und Hinweise
aus der Bevölkerung.
Zweifelsfrei geklärt ist inzwischen die Identität des Opfers. Es
handelt sich um einen 28-jährigen, in Polen geborenen Mann mit Namen
Marek Jan Gryzbowski. Viel mehr als den Namen und dass er sich vor
mehreren Jahren einmal in Nordrhein-Westfalen aufgehalten hat, wissen
die Ermittler allerdings noch immer nicht über den Mann.
Unklar ist vor allem der Bezug in unsere Region. Marek Jan
Gryzbowski ist nicht in Rheinland-Pfalz polizeilich gemeldet.
Möglicherweise war er zu Besuch hier oder hat in der Region eine Arbeit
gefunden.
Weshalb der 28-Jährige sich im Bereich der Landesstraße 4 aufhielt,
ist ebenfalls völlig ungeklärt. Die Bekleidung des Opfers war für einen
längeren Aufenthalt im Freien nicht der Witterung angepasst. Die
Polizei bittet Zeugen, die Marek Jan Gryzbowski kennen, sich unbedingt
bei der Sonderkommission zu melden. Das beigefügte Foto stammt aus dem
Jahr 2004.
Ebenso werden Zeugen, die am Mittwochabend im Bereich des
Auffindeortes an der Landesstraße 4 Personen oder Fahrzeuge gesehen
haben, die mit dem Toten in Verbindung stehen könnten, gebeten, sich
mit der Sonderkommission in Verbindung zu setzen.
Hinweise werden unter der Telefonnummer 0651/2019-112, dem
Kriminaldauerdienst unter 0651/9779-2290 oder bei der Polizeiinspektion
Bitburg unter 06561/96850 entgegen genommen.
Ein 28-Jähriger muss sich ab heute wegen Mordes vor dem Trierer
Landgericht verantworten. Er soll im August vergangenen Jahres einen
78-Jährigen aus Wittlich ermordet haben. Motiv: Habgier. Bislang
bestreitet er die Tat.
Wittlich/Trier. Es ging vermutlich um
Geld. 5000 Euro wollte ein 78-Jähriger von seinem Bekannten zurück. Das
Geld hatte der 50 Jahre Jüngere dem Mann, der in einem abgelegenen Haus
im Wittlicher Stadtteil Lüxem lebte, gestohlen. Die beiden wohnten für
einige Zeit zusammen in dem Haus. Der Jüngere wurde wegen des
Diebstahls verurteilt und saß im Gefängnis.
Anfang Juni vergangenen Jahres wurde der damals 27-Jährige aus der Haft
entlassen. Der 78-Jährige wollte daraufhin sein Geld von seinem
Bekannten wiederhaben. Er ließ ihn bei sich einziehen. Doch anstatt
seine Schulden zu begleichen, kam es angeblich immer wieder zu Streit.
Schließlich soll der Jüngere dem 78-jährigen Schäfer im August erneut
einen Verrechnungsscheck in Höhe von 500 Euro und eine EC-Karte
gestohlen haben. Vermutlich kam es deswegen erneut zu einem heftigen
Streit zwischen den beiden. Die Staatsanwaltschaft Trier geht davon
aus, dass der 28-Jährige am Morgen des 24. August dem Schäfer eine
Holzlatte mit Schrauben mit voller Wucht sechs Mal auf den Kopf
geschlagen hat.
Leiche wurde erst zwei Tage später gefunden
Ein 28-Jähriger muss sich ab heute wegen Mordes vor dem Trierer
Landgericht verantworten. Er soll im August vergangenen Jahres einen
78-Jährigen aus Wittlich ermordet haben. Motiv: Habgier. Bislang
bestreitet er die Tat.
Der 78-Jährige starb an den Folgen der heftigen Schläge. Erst zwei Tage
später wurde die Leiche des Mannes in dem Haus am Waldrand gefunden,
nachdem Nachbarn den Schäfer vermissten. Die Staatsanwaltschaft geht
davon aus, dass der mutmaßliche Täter den Schäfer mit voller Absicht
tötete, um sich von seinen Zahlungsverpflichtungen zu befreien. Er soll
dann mit dem Auto des Opfers geflüchtet sein. Angeblich wollte er den
Wagen verkaufen.
Der Verdacht der Ermittler richtete sich relativ schnell gegen den
Bekannten des Schäfers. Befragungen der Nachbarn hatten ergeben, dass
dieser bei dem 78-Jährigen gewohnt hat. Auch von Streit war die Rede
gewesen. Daher wurde bundesweit nach dem damals 27-Jährigen gefahndet.
Er soll sich zeitweise in Brandenburg aufgehalten haben, um dort das
Auto des Schäfers zu verkaufen. Zwei Tage, nachdem die Leiche des
Schäfers gefunden worden war, nahmen Fahnder ihn in der Nähe des
rheinland-pfälzischen Diez fest. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Bislang hat er die Tat abgestritten. Trotzdem ist sich die
Staatsanwaltschaft sicher, dass er der Mörder des 78-Jährigen ist. Sie
wirft ihm Mord aus Habgier vor. Von heute an muss sich der jetzt
28-Jährige vor der Ersten Schwurgerichtskammer des Trierer Landgerichts
verantworten. Bislang sind sechs Verhandlungstage für den Prozess
terminiert. Unklar ist, ob sich der Angeklagte zur Tat äußern wird.
Ein bisher Unbekannter hat am frühen Dienstagmorgen, 16. Februar, eine
25-jährige Frau belästigt und bis in ihre Wohnung in Trier-Filsch verfolgt.
Die 25-Jährige war laut Polizei zusammen
mit einem Bekannten am Dienstag um 5.34 Uhr an der Haltestelle Basilika
in einen Bus der Linie 87 eingestiegen, um in Richtung Trier-Filsch zu
fahren. Ein junger Mann nahm auf einem Sitz neben der 25-Jährigen und
ihrem Begleiter Platz.
Nachdem der Bekannte den Bus an der Haltestelle Studentenwohnheim
verlassen hatte, setzte sich der Mann neben die junge Frau und stieg
zusammen mit ihr an der Endhaltestelle in der Carl-Carstens-Straße aus.
Er begleitete die 25-Jährige bis zu ihrer Wohnung in Trier-Filsch, wo
er sich gegen ihren Willen Zutritt verschaffte. In der Wohnung kam es
zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf sich die Geschädigte in
einem Zimmer einsperren konnte. Hier gelang es ihr, sich bemerkbar zu
machen und zu einer Nachbarin zu flüchten.
Der Täter wird wie folgt beschrieben:
Der Mann ist etwa 1,80 Meter groß und schmal. Er hat braune Augen und
dunkelblonde bis braune, kurze Haare. Der Täter hat auffällig viele
Muttermale am Hals und den Wangen. Er sprach mit einem Trierer Dialekt.
Der Mann war mit einer schwarzen Sporthose bekleidet. Auf einem
Oberschenkel befand sich ein weißes, etwa kastaniengroßes Dreieck.
Weiterhin trug er schwarze Schuhe, eine dunkelblaue Jacke mit Kapuze
und eine schwarze Strickmütze. Um den Hals trug er ein weißes Halstuch
mit großen Karos.
Die Polizei fragt bittet um Informationen, wer die jungen Leute am
vergangenen Dienstagmorgen in dem Bus der Linie 87 gesehen hat und
Angaben zum Täter machen kann.
Hinweise werden erbeten an die Kripo Trier, Telefon 0651/9779-2290 oder 0651/2019-225.
Die Handelskette Lidl hat erneut vor dem Verzehr von zwei Harzer
Käse-Produkten gewarnt, die in ihren Geschäften verkauft worden sind.
Mehrere Menschen sind nach dem Verzehr des Käses gestorben.
DPA
Kunden und Konsumenten sollten den Rückruf der Lidl-Sorten
«Reinhardshof, Harzer Käse» und
«Reinhardshof, Bauernkäse mit Edelschimmel»
des österreichischen Herstellers Prolactal GmbH «unbedingt beachten»,
teilte das Unternehmen am Dienstag in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) mit.
Gewarnt wurden Verbraucher vor allem in Baden-Württemberg, Schleswig-
Holstein, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern.
In einzelnen Proben ist Lidl zufolge bei Analysen ein erhöhter Wert
von sogenannten Listerien festgestellt worden. An diesen Bakterien
waren im vergangenen Jahr zwei Deutsche und vier Österreicher
gestorben, weitere zwölf Menschen erkrankten, bestätigte das Robert
Koch-Institut (RKI) in Berlin.
Ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Käse konnte erst
jetzt hergestellt werden: «Ein Mitarbeiter der Österreichischen Agentur
für Gesundheits- und Ernährungssicherheit (AGES) hat akribisch die
Einkaufszettel der Erkrankten untersucht», sagte ein Sprecher des
Gesundheitsministeriums in Wien der Deutschen Presse- Agentur dpa.
Weil die Zahl der Listerien-Erkrankungen im vergangenen Jahr
auffällig gestiegen sei, habe sich der Experte auf die Suche nach der
Quelle gemacht. Er stellte fest, dass vielen Infektionen derselbe
Bakterientypus zugrunde lag. Die Nachforschungen gestalteten sich
jedoch schwierig, vor allem wegen der langen Inkubationszeit. Im Januar
konnte schließlich ein Sauermilchkäse des betroffenen oststeirischen
Unternehmens «Prolactal» als Ursache für die Listeriose-Fälle
ausgemacht werden.
Insgesamt haben jedes Jahr in Deutschland mehrere hundert Menschen
eine Listeriose. Ihre Symptome ähneln zunächst denen einer Grippe. Vor
allem bei immungeschwächten Menschen können die Bakterien eine
Hirnhautentzündung verursachen und auch zum Tod führen.
Bei den zurückgerufenen Lidl-Produkten handelt es sich den Angaben
zufolge um die Produkte «Reinhardshof, Harzer Käse, 200g» und
«Reinhardshof, Bauernkäse mit Edelschimmel, 200g» des Herstellers
Prolactal GmbH im österreichischen Hartberg. Verbraucher können den
Käse in einer Lidl-Filiale zurückgeben und bekommen den Preis
erstattet. (dpa)
Seit der Nacht von Weiberdonnerstag auf Freitag wird der 27-jährige
marokkanische Student Issame Daymene aus Trier vermisst. Die Polizei
bittet um Hinweise.
Zuletzt
war er am Donnerstag bis abends mit Freunden in Trier unterwegs. Es
folgten noch Telefonate mit Freunden und Eltern. Seitdem besteht
keinerlei Kontakt mehr zu dem Mann. Ein Unglücksfall kann nicht
ausgeschlossen werden, so die Polizei in einer Mitteilung vom Dienstag.
Der Vermisste ist etwa 1,65 Meter bis 1,75 Meter groß und schlank. Er
hat lockiges kurzes Haar und einen dunklen Teint. Er dürfte eine Jeans,
eine lange schwarze Jacke und eine weiße Mütze tragen.
Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten bitte an die Kripo
Trier, Telefon 0651/9779-2290, oder an jede andere Polizeidienststelle.
TRIER. Zwei Männer sind am frühen Sonntagmorgen nach dem Besuch einer Diskothek am Domfreihof von mehreren Personen zusammengeschlagen worden.
Die beiden Männer und eine weibliche Begleiterin warteten auf ein Taxi, als es zu dem Zwischenfall kam. Die aus mehreren Männern und Frauen bestehende Personengruppe schlug mehrfach auf die Opfer ein, bis diese zu Boden gingen. Auf dem Boden liegend sei auf die Beiden eingetreten worden, teilte die Polizei mit. Die Verletzten wurden zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Trier, Telefon 0651/9779-3200, in Verbindung zu setzen.
Binnen weniger Minuten wurden am Mittwochabend zwei junge Frauen im
Stadtteil Heiligkreuz von zwei Jugendlichen mit einer Waffe bedrohte
und nach Geld gefragt.
Eine 23-jährige Frau setzte sich zu Wehr und wurde dabei leicht verletzt.
Die erste Tat ereignete sich gegen 20.15 Uhr in der De-Nys-Straße.
Eine Frau war in der Straße unterwegs war, als sie an einer
Bushaltestelle von einem Jugendlichen nach Zigaretten gefragt wurde.
Die junge Frau verneinte dies und wollte weitergehen, woraufhin der
Junge dann nach Geld fragte. Als die 23-Jährige auch dies verneinte,
wurde der Täter deutlicher: Er zückte ein Waffe, zielte auf den Kopf
der Frau und verlangte erneut Geld. Das Opfer ließ sich dies nicht
gefallen und trat dem Jugendlichen in den Unterleib. Es entwickelte
sich ein Gerangel, in dem der Unbekannte der Frau mit der Waffe auf den
Kopf schlug und anschließend flüchtete.
Das Geschehen wurde durch einen zweiten Jugendlichen beobachtet, der
in der Bushaltestelle saß, jedoch nicht aktiv am Tatgeschehen beteiligt
war. Er flüchtete gemeinsam mit seinem Kumpel.
Nur wenig später um 20.30 Uhr sind die Beiden nochmals auf nahezu
identische Weise in Erscheinung getreten, dieses Mal in der Straße “Am
Kiewelsberg”. Dort sprangen sie aus einem Gebüsch vor eine 29-jährige
Passantin und forderten ebenfalls Zigaretten und Geld. Dabei hielt
einer der beiden Täter eine Waffe in der Hand. Da die Frau jedoch kein
Geld dabei hatte, übergab sie den Beiden aus Angst ihr Handy.
Anschließend flüchtete das Duo den Kiewelsberg in Richtung Töpferstraße
hinab.
Sofort nach Bekanntwerden der Vorfälle leitete die Polizei ein groß
angelegte Fahndung nach den beiden Tätern ein, die bis zum Morgen ohne
Erfolg blieb.
Von den beiden Jugendlichen liegt nur eine vage Personenbeschreibung
vor. Der Wortführer, der in beiden Fällen auch die Waffe hielt, ist
circa 14 Jahre alt, etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank. Er trug
eine Jeanshose, einen dunklen Kapuzenpulli und eine dunkle Jacke. Der
Junge sprach deutsch ohne erkennbaren Akzent, jedoch mit auffallend
tiefer Stimme. Sein Begleiter wird als etwas größer und korpulenter
beschrieben.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zur
Identität der beiden jugendlichen Täter geben können, um Hinweise unter
der Rufnummer 0651/46324025 bzw. 0651/9779-3200.
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann sieht im Zölibat nicht den
Auslöser für die Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche.
«Alle ernstzunehmenden Untersuchungen machten deutlich, dass es einen
solchen Zusammenhang nicht gibt», sagte Ackermann am Mittwoch in Trier.
"Die Vorgänge sind erschütternd und
verheerend für das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Kirche", glaubt
Ackermann und fordert: "Eine Verharmlosung oder ein Vertuschen darf es
beim Thema Kindesmissbrauch nicht geben."
Der Trierer Bischof sagt, sein tief empfundenes Mitgefühl gelte den
Opfern. Sie müssten im Mittelpunkt stehen, ihnen müsse geholfen werden.
Nach Angaben eines Bischofssprechers ist im Bistum Trier in den
vergangenen 15 Jahren kein Missbrauchsfall von Priestern oder bei der
Kirche beschäftigten Laien bekannt geworden.
Ackermann spricht sich dafür aus, das Thema Sexualität in der
Priesterausbildung nicht zu tabuisieren: "Wir müssen offen und
unverkrampft damit umgehen." Ackermann widersprach Einschätzungen,
wonach es einen möglichen Zusammenhang zwischen Missbrauch und Zölibat
gebe.
«Immer dann, wenn Missbrauchsfälle durch Priester bekanntwerden,
gibt es auch die Tendenz, Priester unter den Generalverdacht einer
sexuellen Verklemmtheit und Abartigkeit zu stellen. Diese Einschätzung
geht an der Wirklichkeit vorbei», sagte der Bischof. Sie werde auch der
Ernsthaftigkeit des Themas und dem Leid der Opfer nicht gerecht. «Und
immer muss es um die Opfer gehen, sie müssen im Mittelpunkt stehen,
ihnen muss – soweit das möglich ist – geholfen werden», sagte Ackermann.
Die zahlreichen Fälle sexuellen Missbrauchs, die seit Ende Januar
vom Berliner Canisius-Kolleg bekanntwurden, seien «erschütternd und
verheerend» für das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Kirche, sagte
Ackermann. Er sei jedoch froh, dass die Jesuiten so offensiv mit dem
Thema umgingen. An erster Stelle sei jetzt eine lückenlose Aufklärung
gefordert, eine Verharmlosung oder Vertuschung dürfe es nicht geben.
Ackermann verwies darauf, dass es seit 2002 im Bistum Trier einen
Beauftragten gebe, an den sich Opfer von sexuellem Missbrauch direkt
wenden könnten. Seitdem habe es zwar in Trier keinen Fall von
Missbrauch gegeben, «das entbindet uns aber nicht davon, weiter alles
erdenklich Mögliche zu tun, damit das auch so bleibt.» So werde etwa in
der Priesterausbildung schon heute das Thema Sexualität nicht
tabuisiert, sondern «offen und unverkrampft» behandelt.
Der frühere Jesuiten-Schüler und
CDU-Generalsekretär Heiner Geißler fordert dagegen eine Abschaffung des
Zölibats, wenn die Kirche nicht die Verbindung zu den Menschen
verlieren wolle.
Deutsche Steuerfahnder haben offenbar ein Angebot für eine CD mit Bankdaten deutscher Kunden aus Luxemburg vorliegen.
Die Jagd nach deutschen Steuersündern weitet sich auch auf Luxemburg
aus. Steuerfahndern in Bayern wurden jetzt offenbar Daten von deutschen
Kunden einer Luxemburger Bank angeboten, berichtet der "Spiegel". Das
Angebot werde derzeit geprüft, bestätigte die bayerische Staatskanzlei
in München.
Die Entscheidung über den Erwerb liege beim
bayerischen Finanzministerium. Ministerpräsident Horst Seehofer habe
aber schon darauf hingewiesen, dass dies nur geschehen dürfe, wenn die
Daten auf rechtsstaatlichem Wege erworben worden seien.
Nach„
Spiegel“-Informationen handelt es sich um Daten von Kunden einer
kleineren Bank in der Schweiz sowie eines Geldinstituts in Luxemburg.
Allein aus Luxemburg sollen Daten von mehr als 1000 deutschen Kunden
angeboten worden sein. Staatskanzlei und Finanzministerium in München
wollten sich dazu nicht äußern. Auch Baden-Württemberg liegt ein
Kaufangebot für Steuerdaten vor.
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