Trier. "Desaströs" - so beschreibt Konni
Kanty die Situation in der Partei "Die Linke" in Trier und in
Trier-Saarburg. Am Donnerstag hat der Berufsschüler deshalb seinen
Austritt aus der Linkspartei bekanntgegeben und mit einem dreiseitigen
Schreiben an die Partei begründet, das er zudem an die Medien
weitergereicht hat.
Zwischen der Bundestagsabgeordneten Katrin Werner und dem
Kreisvorsitzenden Johannes Verbeek (beide sind Trierer
Stadtratsmitglieder) gibt es seit Monaten einen teils öffentlich
ausgetragenen Kleinkrieg, der zur mehrfachen Aufkündigung der
Stadtratsfraktion führte. Kanty, neben Roland Wölfl Vorsitzender des
Ortsverbands der Linken in Trier-Stadt, war dem parteiinternen Lager
von Katrin Werner zuzurechnen, spätestens seit er sich als Mitarbeiter
der Stadtratsfraktion mit Verbeek überworfen und diesen in einer Email
als "Johannes Querbeet" bezeichnet hatte.
In seiner Austritts-Erklärung bezeichnet Kanty Verbeek nun als
"egozentrischen Kreisvorsitzenden" und wirft ihm "irrlichterndes
Gebaren" vor. Verbeeks "permanent unsolidarische und undemokratische
Verhaltensweise" und seine "unablässigen Querschüsse" seien der Grund
dafür, dass weder Orts- noch Kreisverband der Partei ein angemessenes
Profil entwickeln könnten, so Kanty. Verbeek war für eine Stellungnahme
gestern nicht zu erreichen. Heftige Kritik äußert Kanty auch an der
Landespartei: Es gebe nur wenige "Vernünftige" darin, die
politikorientierte Arbeit leisteten, erklärt Kanty, der nach eigenen
Angaben seit sechs Jahren Parteimitglied war. Auch die Linksjugend
"solid", die Nachwuchsorganisation der Partei, kriegt ihr Fett weg,
unter anderem weil sie noch sektenähnliche, trotzkistische
Gruppierungen in ihren Reihen dulde.
Neben dem Dauerstreit in Trier sieht sich die Bundestagsabgeordnete
Katrin Werner unterdessen auch im Kreis Bernkastel-Wittlich heftiger
Kritik ausgesetzt. Der dortige Kreisverbands chef Bernd Hilgers hat
sich mit Werner überworfen, nachdem es Zwist wegen des Aufbaus eines
lokalen Bürgerbüros gegeben hatte. Zudem hatte Werner Hilgers als
Mitarbeiter eingestellt, aber noch in der Probezeit wieder entlassen.
Wiederum zeigt sich die fehlende Intergrationsfähgikeit von Katrin Werner, die für die Trierer LINKEN im Bundestag ist. Ihre pateiintenern Taktik- und Machtspiele spalten die Partei. Es gelingt ihr nicht, die einzelnen Akteure in die Gestaltung der Parteiarbeit so einzubinden, dass ein ganzer Schuh daraus wird. Die jetzige Situation den Trierer LINKEN gleicht einem Supergau. Hier hilft nur noch ein absoluter personeller Neuanfang ohne Katrin Werner.
















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