Ein noch unbekannter Obdachloser ist in der Nacht zum zweiten
vermutlich Opfer der starken Minustemperaturen geworden. Gestern am
frühen Nachmittag wurde seine Leiche in einem Trierer Hinterhof
entdeckt.
hatten seit Wochen unter einer Laderampe in einem Hinterhof an der
Trier-Süder Hawstraße campiert. Regelmäßigen Kontakt zu ihnen pflegten
der Trierer Obdachlosenbeauftragte und einige Mitarbeiter des Gesundheitsamtes.
Nun ist einer der etwa 50 Jahre alten Männer tot, sein Kumpel ist
verschwunden. Wer von beiden der Tote ist, wird noch ermittelt.
Gestern, am zweiten Weihnachtstag gegen 13.45 Uhr, war die Leiche unter
der Laderampe gefunden worden. Vom TV zur Todesursache befragt, konnte
die Polizei gestern noch nichts Konkretes sagen, sie schloss aber ein
Verbrechen eher aus.
Dies hält auch der Obdachlosenbeauftragte Ackermann für ausgeschlossen.
Er geht davon aus, dass der Mann erfroren ist. "Die beiden haben sich
sehr gut verstanden, wollten sich aber absolut nicht von mir oder den
Leuten vom helfen lassen", sagt Ackermann im Gespräch mit dem TV.
Über Warnungen nur gelacht
Regelmäßig sei er dort gewesen, habe Decken, Matratzen und einen
Schlafsack gebracht. Ackermann: "Die Männer wollten einfach nicht ihren
Verschlag in der Nähe eines Discountmarkts mit Billig-Schnapsangeboten
verlassen." Noch Anfang der Woche sei ihnen erneut ein Platz im
Caritashaus Trier-West angeboten worden. Ackermann: "Aber die wollten
nicht - vermutlich wegen des Alkoholverbots dort."
Über die Warnung vor der herannahenden Kälte hätten sie nur gelacht:
"Bei uns in Russland wird's viel kälter." Auf Anordnung der
Staatsanwaltschaft wurde der Tote gestern Nachmittag obduziert. Das
Ergebnis stand am Abend noch aus.








Gewitter und Kleinkrieg bei den Trierer Linken






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