Dudeldorf. Im ADAC-Schulbustest schnitten Strecken in Rheinland-Pfalz besonders
schlecht ab, darunter
auch die Südeifel-Buslinie von Binsfeld nach Trier-Ehrang (der TV
berichtete). Nun gibt es seitens des Busunternehmer Kritik am ADAC.
Der betroffene Busunternehmer Guido
Walscheid (Dudeldorf) und der Omnibusverband Süd-West (OSW) kritisieren
nun ihrerseits den Automobilclub und werfen ihm vor, die Tests seien
nicht repräsentativ und teilweise irreführend.
Gegenüber dem TV kritisiert Walscheid, dass der ADAC ihm noch keine
Detailinformationen übermittelt habe, anhand derer er Vorwürfe wie zu
schnelles Fahren und Unpünktlichkeit nachprüfen könne. Seit
Veröffentlichung der Ergebnisse vor zwei Tagen versuche er vergeblich,
Kontakt aufzunehmen.
Laut ADAC werden Datum und Uhzeit der Tests aus Rücksichtnahme auf die jeweiligen Fahrer nicht weitergegeben.
Die
Sorgen vieler Eltern, deren Kinder mit dem Bus zur Schule befördert
werden, sind mehr als berechtigt. Wie der neueste ADAC-Test von
Busfahrten zur Schule zeigt, scheint die meisten Busfahrer das
Einhalten von Tempolimits nicht zu interessieren. So wurden von
insgesamt 36 untersuchten Strecken lediglich zwei ohne Überschreitung
der Höchstgeschwindigkeit absolviert.
München/TrierDie Sorgen vieler Eltern,
deren Kinder mit dem Bus zur Schule befördert werden, sind mehr als
berechtigt. Wie der neueste ADAC-Test von Busfahrten zur Schule zeigt,
scheint die meisten Busfahrer das Einhalten von Tempolimits nicht zu
interessieren. So wurden von insgesamt 36 untersuchten Strecken
lediglich zwei ohne Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit
absolviert.
Waltraud und Karl-Heinz Gräff, Eltern der seit 2007 vermissten Tanja
Gräff, sind am morgigen Samstag zu Gast in der Fernsehshow "Menschen
der Woche" mit Frank Elstner. Die Sendung wird um 22.20 Uhr auf dem SWR
ausgestrahlt.
Die Studentin aus Korlingen wurde im Juni
2007 als vermisst gemeldet. Sie verschwand vom Sommerfest der
Fachhochschule Trier. Die Ermittlungen gingen damals grenzübergreifend
in alle Richtungen. Wälder wurden durchkämmt, Internet-Blogs
durchforstet, Handy-Verbindungen anderer Festbesucher verfolgt. In
einer nahezu beispiellosen Aktion suchten Angehörige und Freunde nach
der Studentin. Doch ohne Erfolg.
Weitere Gäste der Sendung sind Schauspielerin Christine Neubauer,
ChrisTine Urspruch, die Gerichtsmedizinerin Silke Haller im „Tatort“
aus Münster, Jutta Falke-Ischinger, Frau des einstigen deutschen
Botschafters in Washington und London, sowie Isabel Varell, bekannt aus
der Telenovela "Rote Rosen".
Mainz (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Mainz ermittelt gegen den
früheren rheinland-pfälzischen CDU-Fraktionschef Christoph Böhr wegen
des Verdachts der Untreue.
Ermittelt wird
wegen mutmaßlicher Untreue zudem gegen den Ex-CDU- Schatzmeister von
Rheinland-Pfalz, Herbert Jullien, und den ehemaligen
rheinland-pfälzischen CDU-Fraktionsgeschäftsführer Markus Hebgen.
Hintergrund ist die Finanzaffäre der CDU-Landtagsfraktion.
Die Staatsanwaltschaft Mainz hat am Mittwoch die Wohnräume des früheren
Trierer CDU-Politikers Christoph Böhr durchsuchen lassen. Die
Durchsuchung steht im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren gegen
Mitglieder der früheren Fraktionsführung der rheinland-pfälzischen
Christdemokraten. Es geht um den Verdacht, dass die CDU unter ihrem
damaligen Partei- und Fraktionschef zweckgebundene Gelder für die
Vorbereitung des Landtagswahlkampfs verwendete.
Mit einem ungewöhnlichen Fund mussten
sich Beamte der Bundespolizei in der Eifel auseinandersetzen. Bei einer
Fahrzeugkontrolle fanden sie in einem Pkw aus Frankreich 500 Spinnen -
darunter giftige Exemplare.
Trier - Die Tiere wurden bei einer Kontrolle auf der Autobahn A 60
bei Prüm sichergestellt. Die Insassen des Wagens, zwei Männer und eine
Frau aus Frankreich, konnten weder die Art noch die Herkunft der
Krabbeltiere mit Dokumenten belegen. Deshalb übergaben die Beamten die
Tiere verschiedenster Größe, darunter auch Vogelspinnen, zunächst dem
Zoll.
Anders als vermutet, handelte es sich bei den exotischen Spinnen aber nicht um Schmugglerware.
Nachdem ein Veterinär bescheinigt hatte, dass keine geschützten
Arten dabei seien, durften die Spinnen und ihre Besitzer zu einer
Ausstellung weiterreisen.
Mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin will eine Apothekerin
aus der Eifel den Abzug der letzten US-Atombomben aus Deutschland
erzwingen. Die Klägerin wohnt in der Nähe des Luftwaffen-Stützpunktes
Büchel (Kreis Cochem- Zell).
(dpa) Vermutet wird, dass in Büchel noch
bis zu 20 Atombomben gelagert werden, die aus Zeiten des Kalten Krieges
stammen. Anderswo gibt es in Deutschland keine Atomwaffen mehr.
Unterstützt wird die Klägerin von der deutschen Sektion der
Internationalen Vereinigung von Juristen gegen Atomwaffen (IALANA). Die
Klage richtet sich gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung, die sich in
ihrem Koalitionsvertrag den Abzug der Atomwaffen zum Ziel gesetzt hat.
Begründet wird sie damit, dass die sogenannte nukleare Teilhabe
Deutschlands innerhalb der NATO gegen das „Friedensgebot“ des
Grundgesetzes verstoße. Die Apothekerin Elke Koller stützt sich dabei
auf Artikel 25, wonach die allgemeinen Regeln des Völkerrechts
Bestandteil des deutschen Rechtes sind. Die Vereinigung IALANA hofft,
dass es noch in diesem Herbst zu einer mündlichen Verhandlung kommt.
Nach ihren Angaben gab es in der bundesdeutschen Geschichte noch keine
vergleichbaren Klagen.
Trier. "Desaströs" - so beschreibt Konni
Kanty die Situation in der Partei "Die Linke" in Trier und in
Trier-Saarburg. Am Donnerstag hat der Berufsschüler deshalb seinen
Austritt aus der Linkspartei bekanntgegeben und mit einem dreiseitigen
Schreiben an die Partei begründet, das er zudem an die Medien
weitergereicht hat.
Zwischen der Bundestagsabgeordneten Katrin Werner und dem
Kreisvorsitzenden Johannes Verbeek (beide sind Trierer
Stadtratsmitglieder) gibt es seit Monaten einen teils öffentlich
ausgetragenen Kleinkrieg, der zur mehrfachen Aufkündigung der
Stadtratsfraktion führte. Kanty, neben Roland Wölfl Vorsitzender des
Ortsverbands der Linken in Trier-Stadt, war dem parteiinternen Lager
von Katrin Werner zuzurechnen, spätestens seit er sich als Mitarbeiter
der Stadtratsfraktion mit Verbeek überworfen und diesen in einer Email
als "Johannes Querbeet" bezeichnet hatte.
In seiner Austritts-Erklärung bezeichnet Kanty Verbeek nun als
"egozentrischen Kreisvorsitzenden" und wirft ihm "irrlichterndes
Gebaren" vor. Verbeeks "permanent unsolidarische und undemokratische
Verhaltensweise" und seine "unablässigen Querschüsse" seien der Grund
dafür, dass weder Orts- noch Kreisverband der Partei ein angemessenes
Profil entwickeln könnten, so Kanty. Verbeek war für eine Stellungnahme
gestern nicht zu erreichen. Heftige Kritik äußert Kanty auch an der
Landespartei: Es gebe nur wenige "Vernünftige" darin, die
politikorientierte Arbeit leisteten, erklärt Kanty, der nach eigenen
Angaben seit sechs Jahren Parteimitglied war. Auch die Linksjugend
"solid", die Nachwuchsorganisation der Partei, kriegt ihr Fett weg,
unter anderem weil sie noch sektenähnliche, trotzkistische
Gruppierungen in ihren Reihen dulde.
Neben dem Dauerstreit in Trier sieht sich die Bundestagsabgeordnete
Katrin Werner unterdessen auch im Kreis Bernkastel-Wittlich heftiger
Kritik ausgesetzt. Der dortige Kreisverbands chef Bernd Hilgers hat
sich mit Werner überworfen, nachdem es Zwist wegen des Aufbaus eines
lokalen Bürgerbüros gegeben hatte. Zudem hatte Werner Hilgers als
Mitarbeiter eingestellt, aber noch in der Probezeit wieder entlassen.
Wiederum zeigt sich die fehlende Intergrationsfähgikeit von Katrin Werner, die für die Trierer LINKEN im Bundestag ist. Ihre pateiintenern Taktik- und Machtspiele spalten die Partei. Es gelingt ihr nicht, die einzelnen Akteure in die Gestaltung der Parteiarbeit so einzubinden, dass ein ganzer Schuh daraus wird. Die jetzige Situation den Trierer LINKEN gleicht einem Supergau. Hier hilft nur noch ein absoluter personeller Neuanfang ohne Katrin Werner.
Gegen 20 Priester im Bistum Trier sind in den vergangenen Wochen
Missbrauchsvorwürfe erhoben worden. Sie beziehen sich alle auf sexuelle
Übergriffe im Zeitraum von 1950 bis 1990, sagte der
Missbrauchs-Beauftragte des Bistums Trier, Rainer Scherschel, in einem
Zwischenbericht zur Missbrauchssituation am Montag in Trier. Zehn
Beschuldigte seien bereits gestorben. Zwei Fälle habe das Bistum trotz
Verjährung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. In drei Fällen werde
noch das weitere Vorgehen geprüft.
Erschreckendes Ausmaß
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann sagte, das Ausmaß der
Missbrauchsvorwürfe sei „erschreckend“. 35 Personen hätten sich bisher
per E-Mail oder Telefon gemeldet und von ihren „schmerzlichen
Missbrauchserfahrungen“ berichtet. Lang genug sei die „Aufmerksamkeit
viel zu stark auf der Seite der Täter oder der Bewahrung des Rufs der
Institution Kirche“ gewesen, sagte der Bischof. Jetzt müssten die Opfer
im Fokus stehen. Er bat weitere mögliche Opfer, sich zu melden.
Erneut ist ein Polizist der flächengrößten rheinland-pfälzischen Polizeidirektion ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.Wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften ermittelt die
Staatsanwaltschaft Trier gegen einen 53 Jahre alten Polizisten der
Polizeidirektion Wittlich.
Wie die Tageszeitung «Trierischer
Volksfreund» (Freitagsausgabe) berichtet, fanden Ermittler auf dem
Privatcomputer des Beamten Kinderporno-Videos. Der 53-Jährige sei wegen
der Schwere der Vorwürfe bereits Anfang März vom Dienst suspendiert
worden, sagte Polizeisprecherin Monika Peters der Zeitung. Zudem seien
seine Dienstbezüge gekürzt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte dem
Bericht zufolge eigentlich wegen anderer Vorwürfe gegen den
Polizeibeamten ermittelt, die sich bisher jedoch nicht bestätigt
hätten. Welche Vorwürfe das sind, wollte Triers Leitender
Oberstaatsanwaltschaft Jürgen Brauer dem Blatt jedoch nicht sagen.
Noch deutlich länger laufen inzwischen die
Ermittlungen gegen einen ebenfalls suspendierten Polizisten aus dem
Vulkaneifelkreis. Der 50-jährige leitende Polizeibeamte soll im
vergangenen Jahr nach einem Rosenmontagszug eine Frau sexuell belästigt
haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Trie rer
Amtsgericht seinerzeit einen Haftbefehl gegen den Mann, der gegen
Auflagen allerdings außer Vollzug gesetzt wurde. Wie Triers Leitender
Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer dem TV am Donnerstag sagte, dauern die
Ermittlungen weiter an: "Es sind zahlreiche Zeugen zu vernehmen, weil
das Verhalten der Beteiligten im Vorfeld bei einer Rosenmontagsfeier
aufzuklären ist." Polizeisprecher Karl-Peter Jochem sagte: "Der Beamte
ist weiter vom Dienst suspendiert."
Zur Polizeidirektion
Wittlich gehören die Polizeiinspektionen Wittlich, Bitburg, Prüm, Daun
(mit Gerolsteiner Wache), Bernkastel-Kues, Zell (mit Wache
Traben-Trarbach), die Kriminalinspektion Wittlich und die
Autobahnstation Schweich. 470 Polizisten sind für 290 000 Einwohner
verantwortlich.
Michael Billen will trotz laufender Ermittlungsverfahren nochmal für den rheinland-pfälzischen Landtag kandidieren
So rasch, wie von vielen im
CDU-Landesvorstand erhofft und gefordert, werden die
rheinland-pfälzischen Christdemokraten den Kaschenbacher Landwirt
Michael Billen nicht los. Gestern Abend gab der 54-jährige
Landtagsabgeordnete in Bitburg bekannt, dass er bei der Landtagswahl
2011 erneut als CDU-Direktkandidat in seinem Wahlkreis antreten will.
Billen sitzt seit 1996 im Landtag; bei der letzten Wahl vor vier Jahren
gewann er das Bitburg-Prümer Direktmandat mit sechs Prozentpunkten
Vorsprung gegen seine SPD-Herausforderin Monika Fink.
Michael Billen steht innerparteilich in
der Kritik, seit er Ende November zugegeben hat, illegal Daten aus dem
polizeilichen Informationsdienst Polis "abgegriffen" zu haben.
Hintergrund: die Nürburgring-Affäre.
Wegen der Polizeidaten-Affäre ermittelt die Landauer Staatsanwaltschaft
gegen Billen. Bis Ende des Monats seien die Ermittlungen
voraussichtlich abgeschlossen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt
Detlef Winter.
Schein und Sein, Wille und Möglichkeit – das klafft bei Guido Westerwelle auseinander. Ein Mensch, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung die Heuchelei und die Doppelmoral des gesellschaftlichen Lebens kennt, lässt sich dazu herab, aus Gründen der Profilierung Menschen zu diffamieren, welche an den Rand der Gesellschaft und in die Armut gedrängt wurden. Das ist nichts, worauf man stolz sein könnte.
Jetzt zeigt sich, dass er als Aussenminister geschickt das Geschäft der Günstlingswirtschaft betreibt und ruft öffentliche Kritik und Empörung von allen Seiten hervor. Westerwelle, so scheint es, wird der unbeliebteste Aussenminister, den die Bundesrepublik je hatte. Fortlaugfend zieht er Aufmerksamkeit auf sich, negative versteht sich.
Aber was sind die Gründe dafür? Westerwelle zeigt einen narzistisch anmutenden Hang zur Aufmerksamkeit um jeden Preis. Wenn er redet wird er laut, er schreit, so als ob Lautstärke Zuhörerinteresse erzeugt. Zweifellos: er will Aufmerksamkeit, redet von Gerechtigkeit, will recht haben und recht behalten. Klugscheisser nennen ihn manche. Er wills denen da (wer ist das überhaupt?) mal richtig zeigen wer er ist, was in ihm steckt und wozu er fähig ist. Wo liegen seine Verletzungen, wo fühlte sich der kleine Guido so wenig angenommen, abgelehnt, dass er nun nach unten auf die Schwachen treten muss, um sich seiner eigenen Grandiosität zu versichern? Warum muss der jetzt grosse Guido ein Macht- und Verstrikckungsimperium mit Günstlingen aufbauen. Warum kann er nicht einfach ein netter, diplomatischer Aussenminister sein, auf den alle Deutschen stolz sein können?
Fragen über Fragen. Schaut man tiefer, tun sich Abgründe auf...seelische Abgründe, Verletzungen, allzu menschliche Niederlagen, die man jetzt überkompensieren kann mit aller Unerbittlichkeit, die man selber erfahren hat. Es ist spürbar, hier ist ein Mensch am Kämpfen, einer, für den kämpfen lebenswichtig ist, einer, der ums innere Überleben kämpft, der keine innere Ruhe findet. Einer, dem der STERN attestierte, nie wirklich erwachsen geworden zu sein.
Da hat also jemand gelernt, anzugreifen, auszuteilen: Journalisten, politische Gegner, Widersacher in den eigenen Reihen, das gesellschaftliche System, die Menschen, die vom System abhängig sind. Eine blinde und rücksichtslose Wut macht sich breit mit der gewaltigen, omnipotenten Anspruchskraft eines Tsunamis. Dabei handelt es sich in Wirklichkeit doch nur um eine kleine Westerwelle, wie Seehofer lächelnd bemerkte.
Gewiss, diese Anmerkungen haben keinen politischen Focus und bleiben menschlich..allzu menschlich.
Mensch Westerwelle! Komm runter und werde normal möchte man ihm freundlich schulterklopfend raten.
"Er setzt wie früher auf Aggression, Lautstärke, giftige Brillanz. Man weiß nicht, wo das hinführt.
Für ihre Verhältnisse hat Angela Merkel dem Vizekanzler bereits
ziemlich deutliche Zeichen gegeben. Sie stoppte seinen Wutausbruch im
Koalitionsausschuss, ließ ihre stellvertretende
Regierungssprecherin eine Art Stilkritik üben. Nun hat der
CDU-Generalsekretär Westerwelles Ausfälle zurückgewiesen. Es ist nicht
zu erkennen, dass ihn das bremsen könnte. Die Gründe seiner Wut bleiben
ja – der Triumph, der bereits bitter schmeckt, die kleine Münze des
Regierens, die gefährlichen schwarz-grünen Spiele. Das treibt ihn um.
Doch Westerwelles Dauerempörung und das diplomatische Amt gehen nicht
lange zusammen.
Vier Jahre lang wird Angela Merkel das nicht einfach mitansehen können."
Der Trierische Volksfreund meldete in seiner Online-Ausgabe vom 10.3.2010:
"Während immer mehr Missbrauchsfälle ans Licht kommen, hat parallel dazu
die Aufarbeitung im Bistum Trier begonnen. Eine systematische
Untersuchung von Personalakten Beschäftigter im Bistum wird es aber
nicht geben"
Der Versuch von PUBLICUS TREVERENSIS telefonisch bei der Pressestelle nachzufragen, ob sich inzwischen Missbrauchsopfer im Trierer Bistum gemeldet haben, scheiterte. Redakteur Ernst Mettlach von der bischöflichen Pressestelle bestand darauf, eine formelle Email-Anfrage zu dieser Nachfrage zu erhalten. Auf den Hinweis, es gehe nur darum, eine allgemeine Aussage zu erhalten, ob überhaupt Missbrauch im Bistum Trier von Betroffenen mitgeteilt wurde, verweigerte der Redakteur die entsprechende Auskunft. Nachdem PUBLICUS TREVERENSIS Herrn Mettlach mitteilte, man werde dann eine Meldung verfassen, dass keine Auskunft erfolgt sei, wurde Herr Mettlach drohend. "Wenn Sie eine solche Meldung verfassen, werden Sie Ärger bekommen", sagte Herr Mettlach.
Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass ein Mitarbeiter der bischöflichen Pressestelle bei einem so sensiblen Thema solche verbalen Geschütze auffährt. Es geht hier insbesondere um den Ruf der katholischen Kirche, um den Ruf des Bistums und seiner Öffentlichkeitsarbeit, sowie um eine schonungslose Aufklärung aller bekannt werdenden Missbrauchsfälle, so wie Bischof Ackermann das auch selbst fordert.
der Trierische Volksfreund meldete in seinem oben zitierten Artikel weiter zu diesem Thema:
"Bislang herrscht noch Stillschweigen über
die Zahlen der im Bistum Trier bekannt gewordenen Missbrauchsfälle. Das
soll sich ändern: "Wir sind gerade dabei, die Fälle zu überprüfen und
zu recherchieren", sagt Bistumssprecher Stephan Kronenburg auf
TV-Anfrage. In "hoffentlich nicht mehr allzu ferner Zeit" werde das
Bistum einen Bericht vorstellen, "der auch belastbare Zahlen enthalten
wird", kündigt Kronenburg an. Die "Opferzahl" wird sich wohl
überwiegend auf die Zahl der Betroffenen stützen, die sich bei dem
Missbrauchsbeauftragten im Bistum, Prälat Rainer Scherschel, oder unter
der Hotline bei der Deutschen Bischofskonferenz melden. Diese Hotline
soll noch vor Ostern eingerichtet und bekannt gemacht werden.
Eine systematische Untersuchung aller Personalakten von Geistlichen und
kirchlichen Angestellten im Bistum Trier schließt der Bistumssprecher
aus. Die Gründe: "Zum einen ist das nicht leistbar, und zum anderen
stellt sich auch die Frage, wo man da anfangen soll." Und: Ein solches
Vorgehen würde bedeuten, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Bistums Trier unter Generalverdacht gestellt würden, sagt Kronenburg.
Die lückenlose Aufklärung, die der Trierer Bischof Stephan Ackermann
fordert, wird sich also auf die Fälle beziehen, die an das Bistum
herangetragen werden. "Wir können den Menschen versichern, dass wir
allen an uns herangetragenen Vorfällen mit den uns zur Verfügung
stehenden Mitteln nachgehen und versuchen werden, sie lückenlos
aufzuklären", sagt der Bistumssprecher."
Ob diese Öffentlichkeitspolitik des Bistums geeignet ist, das verspielte Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen muss jeder für sich selber entscheiden.
Das Gesetz zur massenhaften Sammlung von Daten für die
Strafverfolgung ist verfassungswidrig. Die Richter in Karlsruhe sehen
in der Rechtsnorm einen Verstoß gegen das Telekommunikationsgeheimnis. Gespeicherte Daten müssen sofort gelöscht werden - eine herbe Schlappe für den Gesetzgeber.
KARLSRUHE. Das Gesetz über die Vorratsdatenspeicherung ist
verfassungswidrig und muss völlig neu gefasst werden. Das hat am
Dienstag das Bundesverfassungsgericht entschieden. Damit beschied es
der mit fast 35 000 Unterzeichnern bisher größten Massenklage in
Karlsruhe einen unerwartet deutlichen Erfolg.
Weil die Vorratsdatenspeicherung in der geltenden Form gegen das vom
Grundgesetz geschützte Fernmeldegeheimnis verstößt, erklärte das
höchste deutsche Gericht das Gesetz für nichtig. Für die jetzt fällige
Neufassung machten die Verfassungsrichter strenge Auflagen. Bereits
gesammelte Daten müssen laut der Juristen sofort gelöscht werden. Die
Telekom-Branche fordert bereits getätigte Investitionen in
Millionenhöhe zurück.
Eine Vorratsdatenspeicherung in diesem Umfang ist nach dem Urteil
nicht grundsätzlich verfassungswidrig, wie Gerichtspräsident
Hans-Jürgen Papier erläuterte. Da sie in dem von der Großen Koalition
verabschiedeten Form aber nicht den Anforderungen des Grundgesetzes
entspricht, setzte Karlsruhe das Gesetz außer Kraft und ordnete die
unverzügliche Löschung der gespeicherten Daten an.
Zudem erlegten die Richter dem Gesetzgeber auf, dass die Daten bei
einer Neufassung der Bestimmungen nur beim Verdacht auf schwere
Straftaten oder zur Abwehr einer Gefahr für Leib und Leben von den
Sicherheitsbehörden abgerufen werden dürfen. Weitere Voraussetzung ist
ein Richtervorbehalt.
Mit einer Windgeschwindigkeit von bis
zu 130 Stundenkilometern fegte am Sonntag das Orkantief Xynthia über
das Land und versetzte die Region in den Ausnahmezustand. In Europa
starben mindestens 50 Menschen. Die Bahn stellte ihren Regionalverkehr
im Saarland und in Rheinland-Pfalz ein und am Abend, sogar den
kompletten Zugverkehr in NRW. Zahlreiche Flüge in Luxemburg fielen aus.
In fünf Stunden gingen bei der zentralen Notrufstelle für die Region
2500 Anrufe ein.
Im Kreis Trier-Saarburg kämpften 1500 Feuerwehrleute und 100
Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks gegen die Sturmschäden. In der
Stadt Trier waren 200 Helfer im Dauereinsatz, in den Kreisen „alles,
was da ist“, so ein Feuerwehrsprecher. In Rheinland-Pfalz wütete der
Sturm am stärksten in der Eifel und im Hunsrück.
Auf der B327 zwischen Morbach und Thalfang (Kreis
Bernkastel-Wittlich) verunglückte ein Luxemburger, als ein Baum auf
sein Fahrzeug stürzte. Der Fahrer wurde leicht verletzt. In Trier
wurden zwei Menschen leicht verletzt. „Bei uns sind mehr als 30 Straßen
gesperrt“, sagte Pressesprecher Thomas Müller (Kreis Trier-Saarburg).
Die Orte Kordel, Naurath/Eifel und Greimerath waren zeitweise gar nicht
erreichbar.
Sorgen bereitet den Einsatzkräften, dass in vielen Orten der Strom ausgefallen ist. Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg stellt auf ihrer Seite eine Liste mit Straßen zusammen, die gesperrt sind. Dort können sich Berufspendler informieren.
Bis klar ist, wie groß der gesamte Schaden ist, wird es noch Tage
dauern. Mit Beeinträchtigungen ist vielerorts zu rechnen. So sind in
Trier Friedhöfe bis auf weiteres gesperrt. „Bestattungen können
stattfinden, wenn die Wegstrecke sicher ist“, so Pressesprecher Ralf
Frühauf. Experten befürchten nun: Jetzt kommt das Hochwasser.
Trier. Man merkt Stephan Ackermann am Tag
eins nach seiner Ernennung durch die Deutsche Bischofskonferenz an,
dass sich der Trierer Bischof in seinem neuen Amt erst noch
zurechtfinden muss. Bei einigen Fragen der zu einer kurzfristig
anberaumten Pressekonferenz angereisten Journalisten muss der neue
Missbrauchs-Beauftragte der katholischen Kirche passen. Ist die Zahl
der bislang bekannt gewordenen Missbrauchs-Fälle (115) korrekt?
Ackermann zuckt mit den Schultern. Sollte die Verjährungsfrist
verlängert werden? "Das muss man überprüfen", drückt sich der Bischof
um eine klare Antwort.
Es spricht eher für Stephan Ackermann, dass der 46-Jährige so kurz nach
seiner Ernennung zum kirchlichen Missbrauchs-Sonderbeauftragten nicht
schon ein fertiges Konzept aus dem Ärmel zaubert. Es ist aber auch ein
Indiz dafür, wie hastig die 67 Bischöfe und Weihbischöfe in den Tagen
zuvor nach einem Ausweg aus der wohl größten deutschen Kirchenkrise der
vergangenen Jahre gesucht haben. Am Ende des Freiburger Treffens, so
viel war seit Tagen klar, musste nach außen signalisiert werden, dass
es der Kirche beim Thema Missbrauch um Aufklärung geht und nicht ums
Aussitzen.
Arbeitsteilung unter den Bischöfen
Dass Stephan Ackermann da eine wichtige Rolle spielen würde, hatte sich
bereits am Dienstagabend abgezeichnet. Bei einem Hintergrundgespräch am
Rande der Bischofskonferenz war es der 46-jährige Trierer, der - neben
zwei Gutachtern - mit den Journalisten redete. Am Tag darauf bat der
Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, Ackermann darum,
das neu geschaffene Amt zu übernehmen.
"Ich war fast 15 Jahre in der Priesterausbildung tätig", antwortet der
Trierer Bischof am Freitag auf die Frage, warum er und nicht ein
Kollege zum Missbrauchs-Beauftragten ernannt worden sei. Außerdem gebe
es unter den Bischöfen ja auch noch "eine Art Arbeitsteilung". Soll
wohl heißen: Wer die wenigsten Posten hat, muss bei Zusatzaufgaben
damit rechnen, dass er an der Reihe ist.
Stephan Ackermann hat sich beim Thema Missbrauch allerdings auch
rascher und deutlicher geäußert als seine Kollegen; sieht mal einmal ab
von der Fehldiagnose seines Augsburger Kollegen Walter Mixa, der einen
Zusammenhang sieht zwischen dem Missbrauch von Minderjährigen und der
sexuellen Revolution.
Stephan Ackermann findet bei dem für die katholische Kirche so
unerfreulichen Thema klare Worte, ist aber andererseits auch niemand,
der aus Sicht der Bischöfe ein "unsicherer Kantonist" wäre. Dass der
46-Jährige in seiner viel beachteten Missbrauchs-Stellungnahme vor zwei
Wochen den Zölibat ausdrücklich verteidigte und gegen
"ungerechtfertigte Anwerfungen und populistische Argumente" in Schutz
nahm, dürfte dem konservativen Klerus gefallen haben. Wer so etwas
sagt, von dem sind als Sonderbeauftragter keine besonders unangenehmen
Überraschungen zu erwarten.
Absage an finanzielle Entschädigung
Das trifft auch auf die erste Pressekonferenz Ackermanns in seiner
neuen Funktion zu, die die Medienleute des Bischofs unter der
Überschrift "Nicht Ober-Ermittler, sondern Koordinator" verkaufen. Die
meisten Dinge, die Stephan Ackermann sagt, hat am Vortag auch der
Vorsitzende der Bischofskonferenz schon verkündet: Die kirchlichen
Missbrauchs-Leitlinien würden überarbeitet, man setze sich mit externen
Fachleuten zusammen, eine bundesweit einheitliche Telefonnummer für
Missbrauchsopfer werde eingerichtet, die Priesterausbildung werde
überprüft.
Stephan Ackermann sagt auch, dass er sich mit Opfern treffen wolle. Und
dass "eine finanzielle Entschädigung nicht zur Rede steht". Womöglich
wäre der neue Missbrauchs-Beauftragte klug beraten gewesen, auch an
dieser Stelle zunächst einmal eine Antwort schuldig zu bleiben. In
Amerika und Irland, wo es in den vergangenen Jahrzehnten jeweils
Tausende Missbrauchsfälle gab, zahlte die katholische Kirche am Ende
Hunderte Millionen Euro Entschädigung an die Opfer.
Ein
am Mittwoch, 17. Februar, an der Landesstraße 4 verletzt aufgefundener
und kurz darauf verstorbener Mann wurde inzwischen auf Antrag der
Staatsanwaltschaft Trier obduziert. Im Ergebnis der Untersuchungen wird
ausgeschlossen, dass der inzwischen identifizierte 28-jährige, aus
Polen stammende Mann aufgrund eines Autounfalls zu Tode kam. Das
Polizeipräsidium Trier hat zu Aufklärung des Falles unter Leitung der
Kriminaldirektion eine Sonderkommission eingerichtet.
Die Ermittler stehen vor einem Rätsel: Am Mittwoch, 17. Februar,
finden Verkehrsteilnehmer gegen 20 Uhr einen schwer verletzten Mann am
Fahrbahnrand der Landesstraße 4 zwischen Neuerburg und Sinspelt. Dem
ersten Anschein nach sieht es nach einem Verkehrsunfall aus. Der
Verletzte wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte können den
Mann ohne Ausweispapiere nicht mehr retten. Er verstirbt am frühen
Donnerstagmorgen.
Die Staatsanwaltschaft Trier beantragt zur Klärung der Todesumstände
die Obduktion des Mannes, in deren Ergebnis klar wird, dass kein
Autounfall sondern ein bisher nicht geklärtes Ereignis todesursächlich
war. Zu den festgestellten Verletzungen können aus Ermittlungsgründen
keine näheren Angaben gemacht werden.
Beim Polizeipräsidium Trier wurde heute zur Klärung des Falles eine
Sonderkommission eingerichtet. Die Soko Sinspelt, in der unter der
Leitung des Fachkommissariats für Kapitaldelike Beamte der Schutz- und
Kriminalpolizei zusammenarbeiten, bittet um Unterstützung und Hinweise
aus der Bevölkerung.
Zweifelsfrei geklärt ist inzwischen die Identität des Opfers. Es
handelt sich um einen 28-jährigen, in Polen geborenen Mann mit Namen
Marek Jan Gryzbowski. Viel mehr als den Namen und dass er sich vor
mehreren Jahren einmal in Nordrhein-Westfalen aufgehalten hat, wissen
die Ermittler allerdings noch immer nicht über den Mann.
Unklar ist vor allem der Bezug in unsere Region. Marek Jan
Gryzbowski ist nicht in Rheinland-Pfalz polizeilich gemeldet.
Möglicherweise war er zu Besuch hier oder hat in der Region eine Arbeit
gefunden.
Weshalb der 28-Jährige sich im Bereich der Landesstraße 4 aufhielt,
ist ebenfalls völlig ungeklärt. Die Bekleidung des Opfers war für einen
längeren Aufenthalt im Freien nicht der Witterung angepasst. Die
Polizei bittet Zeugen, die Marek Jan Gryzbowski kennen, sich unbedingt
bei der Sonderkommission zu melden. Das beigefügte Foto stammt aus dem
Jahr 2004.
Ebenso werden Zeugen, die am Mittwochabend im Bereich des
Auffindeortes an der Landesstraße 4 Personen oder Fahrzeuge gesehen
haben, die mit dem Toten in Verbindung stehen könnten, gebeten, sich
mit der Sonderkommission in Verbindung zu setzen.
Hinweise werden unter der Telefonnummer 0651/2019-112, dem
Kriminaldauerdienst unter 0651/9779-2290 oder bei der Polizeiinspektion
Bitburg unter 06561/96850 entgegen genommen.
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